Cheap Vegan: Mit 100 Euro im Februar

Bereits im Januar habe ich versucht mit 100 für meine Lebensmittel für den Monat auszukommen. Das hat dann dank der 5-tägigen Dresden Reise nicht ganz geklappt, aber die Besuche im Flax und V-Cake Café waren das auch wert… Zum letzteren folgt noch ein Blogeintrag.

Diesen Monat wird nicht vereist. Wieso eigentlich genau 100 Euro? Zunächst einmal weil es eine schöne runde Zahl ist. Außerdem weil es ungefähr dem Betrag entsprach, der Hartz -Empfänger für Nahrung zugewiesen wurde. Nun liegt dieser Betrag ein paar Euro höher, aber befindet sich noch immer im gleichen Bereich. Ich wollte überprüfen wie es sich so vegan mit diesen Beträgen leben lässt.

Ich möchte klar stellen, dass diese Versuche nicht misverstanden werden. Ich möchte niemandem unterstellen, es sei leicht mit viel zu wenig Geld Nahrung zu kaufen.

Ich hatte eher andere Motivationen:

1. Ich bin Studentin und arbeite in der Buchhandlung meiner Eltern. Ich habe genug Geld zum Leben, merke aber immer wieder wie wenig das für viele andere Menschen ist. Ich bin kein Shopping-Fan und versuche meinen Konsum einzuschränken auf die Dinge die ich sinnvoll finde. Ich begann ein Haushaltsbuch zu führen und habe schnell gemerkt, dass meine größte monatliche Ausgabe nach der Miete, die Lebensmittel sind. Somit war dies auch der Punkt an dem sparen am Meisten Sinn für mich machte. 

2. Obwohl ich versuche konsumkritisch zu sein, habe ich eine Tendenz zu horten.  Vor einem Jahr entdeckte ich Lebensmittelmotten in meinem vollem Essenschrank. Ich musste alles wegwerfen und hatte so ein schlechtes Gewissen, wird doch sowieso schon so viel Essen weggeschmissen.  Ich wollte nicht dass es noch mal dazu was kommt und wollte das Horten einschränken. Wenn ich mir die Beitrage zum use-along-Projekt ansehe, merke ich dass ich mit meiner Tendenz gedankenlos einzukaufen nicht alleine bin. Nun schreibe ich mir immer Einkaufszettel und plane ungefähr was ich vorhabe in der Woche zu kochen. Das Beschränken auf eine bestimmte Summe hilft mir dabei, nicht gedankenlos einkaufen zu gehen. 

3. Der dritte Punkt ist der, der mich animiert auch darüber zu bloggen. Den wen interessiert’s wie viel Geld ich für mein Essen ausgebe…

Immer und immer wieder höre ich, dass Veganismus so teuer sei, das man es sich nicht leisten könnte. “Das ist ja schön und gut, dass du das so machst. Aber das ist völlig unrealistisch für mich. Ich kann nicht jeden Tag im Bioladen einkaufen.”

Der Vorwurf, dass Veganismus elitär sei, hat natürlich noch andere Facetten. Da geht es nicht nur um das Geld, sondern um andere Aspekte. Ich will auch gar nicht bestreiten, dass die “vegane Szene” vielleicht manchmal sehr befremdlich wirken kann, das tut sie auf mich auch. Nur dafür kann die “vegane Idee” nichts. Ein paar weltfremde Veganer verändern nichts an der Notwendigkeit für Tierrechte.

Alles was ich zeigen möchte, ist dass man mit wenig Geld vegan essen kann, ohne sich nur von Nudeln mit Ketchup zu ernähren (aber auch das ist manchmal noch gesünder als die nicht-vegane Alternative…). Wenig Geld zu haben ist doof, es macht das Ganze schwierig. Aber, um ehrlich zu sein, sind die meisten Menschen die mir gesagt haben, sie hätten nicht genug Geld um Veganer zu sein, Leute die finanziell besser gestellt sind als ich. Das ist oft einfach ein Abwehrreflex. Aber auf den möchte ich eingehen und sagen: Stimmt nicht.

 

Und der ganze Text in Kurzform: Vegan muss nicht teuer sein.

Zu guter Letzt noch ein paar Erläuterungen:

Zu diesem Zeitpunkt ist mein Kühlschrank noch gefüllt mit Essen, nicht alles was ich diesen Monat esse fällt also unter die 100 Euro. Da ich aber vorhabe, im März weiter zu machen, gleicht sich das dann aus.

Meine beiden Regionalboxen die ich diesen Monate , ziehe ich von den 100 Euro ab, auch wenn sie natürlich nicht die günstige Methode darstellen, um an Gemüse zu kommen.

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