Kichererbsen Brownies

Brownies aus Bohnen und Datteln, ohne Zucker und ohne Fett – Kann das gut schmecken?

Es gibt so viele eklige Bohnen-Brownies, ich will das gar nicht leugnen. Aber es gibt auch ein paar Rezepte die so lecker sind, dass ich davon manchmal tagträume. Obwohl die Zutaten für „normale“ Brownies billiger sind, wollte ich letzte Woche unbedingt die „gesündere“ Variente haben und habe Montags extra überteuerte Datteln dafür gekauft.

Eigentlich wollte ich für die Brownies schwarze Bohnen kaufen aber ich habe mal wieder keine gefunden. Da ich sowieso noch Kichererbsen übrig hatte, habe ich aufs Beste gehofft und es damit ausprobiert. Ergebnis: Noch leckerer! Die Brownies sind eher von der saftigen Variente, die an den Zähnen klebt, nicht die lockere fluffige Art von Brownie.

Ich finde das Rezept dank Datteln und Apfelmus süß genug, aber wer es lieber süßer mag, nimmt eventuell gesüßtes Apfelmus. Ich kann mir auch eine Schokoglasur sehr lecker drauf vorstellen.

Wer keine kleine Backform hat, kann den Teig eventuell auch doppeln. Allerdings verlängert sich damit auch die Backzeit ein wenig.

Zutaten:

250 Gramm gekochte Kichererbsen

60 Gramm Kakao

1 TL Backpulver

2 TL Vanilleextrakt, 1 Vanilleschote oder 1 Päckchen Vanillezucker

300 Gramm Apfelmus (ungesüßt)

1 EL gemahlene Leinsamen

350 Gramm Datteln (eventuell vorher einweichen, falls sie hart sind)

100 Gramm Vollkorn-Weizenmehl (Helles Mehl geht auch)

 

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 200° C vorheizen.
  2. Ein kleines Blech oder eine kleine Backform (etwa 19 x 21cm) mit Backpapier auslegen oder einfetten.
  3. Kichererbsen, Kakao, Backpulver, Vanille, Apfelmus und Leinsamen pürieren. Das kann eventuell etwas dauern, je nachdem wie gut der Mixer ist.
  4. Die Datteln hacken, zur Mischung geben und diese erneut pürieren.
  5. Das Mehl zum Teig geben und einrüheren.
  6. Den Teig in die Form geben und etwa 25 Minuten backen. Nachdem Abkühlen in 12 Stücke schneiden.

 

1 Brownie: 160 Kalorien, 4 Gramm Protein, 38 Gramm Kohlenhydrate, 1 Gramm Fett

 

Viel Glück dabei nicht alle auf einmal aufzuessen. Allerdings kann man sie natürlich auch als Hauptmalzeit essen 😉  

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Cheap Vegan: Rückblick auf die zweite und dritte Februarwoche

4 Kg Kartoffeln (1,75)
Bio-Knoblauch (99 Cent)
1 Gurke (95 Cent)
Topf Basilikum (1,29)
Vollkorntoast (85 Cent)
Regionalkiste (12 Euro) (Karotten, Äpfel, Topinambur, Postelein und Pilze, die leider schon angeschimmelt worden)
Müsliriegel (89 Cent)
4 x 500g Sojajoghurt (5,96)
TK-Brötchen (79 Cent)
Bananen (1,13)
4 Mannerschnitten (1,69)
TK-Spinat 450g (55 Cent)
2x 425 ml Dose gehackte Tomaten (55 Cent)
3x Kidneybohnen (1,17)
Apfelsaft 1 Liter (89 Cent)
Orangensaft 1,5 Liter (1,42)
1 Avocado (88 Cent)
250 Gram Salatmischung (99 Cent)
Topf Bio-Koriander (1,29)
2x 400g Kichererbsen (2,58)
3 rote Paprika (1,49)
200g Champignons (99 Cent)

= 41,09

41,09 + 18 euro der ersten Woche = 59,09 bis jetzt für den Monat Februar ausgegeben. Das habe ich vor Allem den Nudeln & Reisvorräten zu verdanken. Außerdem wurde ich zwei Mal zum Essen eingeladen.

Zu einem großen Teil habe ich mich die letzten Woche noch von Vorräten ernährt. Nur langsam ist mir allerdings das Gemüse ausgegangen. In den Regionalkisten ist trotz des stolzen Preises sehr wenig drin, das ist immer nach 2-3 Tagen aufgegessen. Außerdem konnte ich beim Einkaufen beide Male keine gefrorenen Brokkoli finden, den habe ich sonst fast immer zu Hause. Definitiv zu wenig grün. Dafür wächst aber tatsächlich noch einmal Postelein auf meinem Fensterbrett nach.

Hier ein paar Beispiele, was ich die letzten beiden Wochen gegessen habe:

Nudelsalat mit Erbsen, der leider nur okay schmeckte. Am 4. Tag hatte ich schon wirklich keine Lust mehr darauf. Daneben ein Vollkornmuffin mit Erdnüssen und Rosinen, den beides hab ich noch in meinem Kühlschrank gefunden. Ich habe die Muffins eingefroren, so sind noch ein paar übrig für die nächste Woche.

Neben dem Veganic Käse wurde mir überraschenderweise auch ein Ei-Frei Omlett-Mix & Bohnen-Burger zugeschickt. Das Omlett fand ich lecker, aber ich glaube es hat nicht besonders „echt“ geschmeckt. Allerdings habe ich auch seit über 10 Jahren kein Ei-Omlett mehr gegessen.

Kidneybohnen-Tofu-Chili und Maisbrot/Cornbread aus Polenta die ich im Küchengerät etwas feiner pürriert habe. Beides sehr lecker. Das Maisbrot habe ich zum Frühstück mit Marmelade gegessen.

Rest-Gemüse-Suppe. Ich weiß nun, dass ich Steckrüben, zumindest in Suppe, nicht wirklich mag.

Kartoffeln, Mais und der oben genannte Big Black Bean Burger.

Folgendes Marmor-Bananenbrot basiert auf diesem Rezept für „Marbled Banana Bread“ vom PPK. Ich habe die Zutatenmenge etwas angepasst und berechnet wie viel ein ganzes Laib etwa kostet.

Zutaten:

2 Bananen (40 Cent)
150 Gramm Zucker (12 Cent)
1 Tüte Vanillenzucker (2 Cent)
2 EL Rapsöl (4 Cent)
100 ml Sojamilch (10 Cent)
200 Gramm Mehl (6 Cent)
20 Gramm Kakao (35 Cent)
3/4 TL Natron (? Das hab noch nicht berechnen können, da ich die Natronpackungen schon länger habe)
3/4 TL Salz
6 EL kochendes Wasser

= Ein paar Cent mehr als ein Euro kostete mich das ganze, sehr leckere Bananenbrot. Die meisten Zutaten kosten in größerer Packungen natürlich mehr, deswegen ist es so gut, dass es sich bei allen Dingen um Zutaten handelt, die ich sowieso oft brauche und nachkaufe.

Ach ja, lecker ist das Ganze natürlich sowieso!

Gestern habe ich noch diesen leckeren Bohnen-Sauerkraut-Eintopf mit getrocknetem Rosmarin gemacht, das ergab bei mir ganze 6 Hauptmalzeiten. Gestern Abend bevor wir zum Haim Konzert gefahren sind, habe ich mit einer Freundin noch jeweils eine Portion davon gegessen. Sehr zu empfehlen, da lecker, günstig & sehr sättigend.

 

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Gastpost bei Carola: Adventskalender bei twoodledrum

Heute darf ich mich freuen bei Carola von twoodledrum einen Gastpost zu veröffentlichen.

Ich poste das seeeehr leckere und – passend zu ihrem „Gesund durch die Adventszeit“-Kalender-Thema – gesunden Rezept: Spagehtti mit Tofu-Walnusspesto & Maronen.

Die Adventszeit ist zwar bald vorbei, aber wenn ich nochmal an günstige Maronen komme, wird es dieses Essen diesen Monat auch gerne noch ein drittes Mal geben.

Schöne Feiertrage, wünsche ich euch 🙂

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Ein winterliches 2-Gänge-Menü

Heute mal mit einem Rezept, das eher untypisch für mich ist. Ein veganes winterliches 2-Gänge-Menü wurde von gemueseregal.de gesucht. Ich habe meinem Freund das ganze serviert, der aber weder rote Beete, noch Knödel bei denen die Kartoffel erkenn bar ist, isst. Dementsprechend war der Erfolg. Die Vorspeise hat er allerdings auch verpasst, denn die hatte ich davor bereits ganz alleine aufgegessen… Für meinen Alltag ist mir mein eigenes Rezept zu anstrengend, aber den Tofu werde ich sicher noch öfter machen. Ebenso die Vorspeise, bereits die Füllung hätte ich mit dem Löffel essen können. Ich liebe aber Esskastanien heiß und innig.

Eine große Frustration bei dem ganzen ist der Winter, wie soll ich da gute Fotos machen, wenn ich kein Sonnenlicht abbekomme? Zwischen 10.00 und 15.00 kommt hier die Sonne raus, aber es ist immer noch viel zu dunkel für die Beleuchtung eines vernünftigen Fotos. Entschuldigt also die düstere Atmosphäre.

 

Vorspeise: Châtaignes en croûte

Zutaten:
100g gekochte Maronen, klein gehackt
1 Scheibe gefrorener Blätterteig, aufgetaut
1 rote Zwiebel, gehackt
1 EL Rapsöl/Margarine
1 TL getrockneter Thymian
1 TL getrockneter Basilikum
Salz & Pfeffer

Zubereitung:

Den Ofen auf 200°C vorheizen. Die Zwiebelstücke und die Maronen im Öl anbraten bis die Zwiebel glasig ist. Die Gewürze dazugeben, umrühren und vom Herd nehmen.

Den Blätterteig ausrollen und vierteln. Jedes Viertel in eine Muffin oder Cupcakeform geben, die Zwiebel-Maronen-Mischung daraufgeben und den Teig oben einschlagen. Im Ofen 20 Minuten backen. Vorm Verspeisen etwas abkühlen lassen.

 

Hauptgang: Mini-Kartoffelknödel, Gebackener Tofu, Grünkohl & Rote Beete-Ingwer-Creme

Knödel

Zutaten:
400g gekochte Kartoffeln, ohne Schale, vom Vortag (etwa 500g rohe Kartoffeln)
50g Stärke
½ TL Salz

Zubereitung:

Die Kartoffeln mit einer Gabel oder Kartoffelstampfer stampfen, die Stärke und das Salz dazugeben. Alles zu einem Teig kneten und diesen mindestens eine Stünde in den Kühlschrank stellen.

Den Kartoffelteig zu golfballgroßen Klößen formen und in siedendes, nicht kochendes, Wasser geben. Nach etwa 15 Minuten sind die Knödel fertig. 

Rote Beete-Ingwer Mus

Zutaten:
200g gekochte rote Beete, klein gehackt
200g Kürbiskerne (über Nacht in Wasser eingeweicht)
1 EL Agavendicksaft
1 EL gehackter Ingwer
1 rote Zwiebel, klein gehackt
1 Knoblauchzehe
1 EL Rapsöl
Salz & Pfeffer

Zubereitung: Alles in einem Mixer pürieren. Mit dem Salz und Pfeffer würzen.

Für das weitere Rezept braucht man nur etwa die Hälfte des Mus. Der Rest kann etwa eine Woche im Kühlschrank aufbewahrt werden und als Brotaufstrich verwendet werden.

Gebackener Tofu

Zutaten:

200g Tofu
2 EL Rote-Beete Mus (siehe oben)
2 EL Sojasauce
2 EL Balsamicoessig
1 EL Olivenöl
1 TL Basilikum

Das Mus, die Sojasauce, das Olivenöl, den Essig und das Basilikum verrühren. Den Tofu in zwei Teile schneiden und mit der Marinade zusammen etwa eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen.  Den Tofu in eine Backform geben und die Marinade dazugeben. Bei 200°C mit Alufolie bedeckt 15 Minuten backen. Die Alufolie entfernen, den Tofu umdrehen und noch einmal 15 Minuten backen. Danach den Tofu erneut umdrehen und einige Minuten (dabei bleiben) auf höchster Stufe backen. Darauf aufpassen, dass der Tofu nicht anbrennt. 

 

Grünkohl

Zutaten:

200-300 g Grünkohl, geputzt, harte Stellen entfernt
1 Zwiebel, gehackt
1 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe, gehackt
Salz & Pfeffer 

Zubereitung: Zunächst die Zwiebel und die Knoblauchzehe einige Minuten im Öl glasig braten, dann den Grünkohl dazugeben. Alles braten bis der Grünkohl zusammenfällt und schön weich wird. Eventuell etwas mehr Öl dazugeben. 

Alles zusammen mit dem rote Beete-Ingwer-Mus anrichten und servieren.

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The Wire Cupcakes (+ Rezept für fettarmen, kalorienarme Cupcakes)

Wie ich bereits erwähnt habe bin ich ziemlich eingespannt in Uniarbeit (und hänge auch hinterher…). Deswegen konnte ich leider nicht so viel Zeit in den tollen TV-Cupcake Blogevent stecken wie ich eigentlich wollte. Als ich zum Fotografieren kam war leider bereits abend und so sind die Fotos ein wenig düster, aber mir sei es verziehen. Zumindest nehme ich teil! Um welche Serie es gehen sollte wusste ich schnell: The Wire. Die beste Serie überhaupt. Auch wenn ich erst Staffel 1 bis 4 gesehen habe und die fünfte noch vor mir habe. Auch wenn die fünfte großer Müll wäre, die Serie bleibt genial.

Das besondere an The Wire ist die unglaubliche realistische Darstellung von einer Stadt voller Korruption und Leid, ob im Drogenmillieu, der Politik, dem Schulsystem oder der Polizei – nichts ist schwarz/weiß, keine Problematik hat eine einfache Lösung. Ich könnte euch stundenlang Lobeshymnen über The Wire vortragen, aber eigentlich bleibt nur zu sagen: Wenn ihr The Wire kennt, wisst ihr eh was ich sagen will. Wenn ihr The Wire noch nicht angeschaut habt, dann tut es! Im Original!

Ich hab mich entschlossen endlich mal mein Rezept für kalorienarme und fettarme Cupcakes für den Blogevent rauszuholen. Eigentlich hatte ich erst überlegt, dass auch der Cupcake selbst etwas mit The Wire zu tun haben sollte und war kurz davor zu versuchen die für Baltimore-bekannten Berger Cookies zu veganisieren und in Cupcake Form zu backen. Dann entschied ich mich dagegen weil sowas leicht daneben gehen kann und auch Berger Cookies nur über Umwege etwas mit The Wire zu tun haben.

Für die Dekoration habe ich kleine Oblaten gekauft und diese mit in Rapsöl gelöstem Kakaopulver beschrieben; dabei handelt es sich entweder um Zitate („Omar comin!“, „Whitey Sale“) oder andere Wörter/Sätze die ich mit The Wire verbinde. Es ist gar nicht so einfach für The Wire irgendwelche „catchphrases“ zu finden. Hierbei habe ich mich etwas verflucht The Wire als Serie genommen zu haben und nicht doch eine ander Serie wie zB Buffy (Blut, Pfahl, Vampirzähne) oder eine Comedy-Serie.

Zunächst habe ich versucht die Gesichter einiger Figuren der Serie zu malen aber nach zwei Versuchen habe ich es aufgegeben. Mit einem Schaschlikspieß und Kakaofarbe kann man nämlich doch nicht so richtig genau malen. Anstelle dessen habe ich einige Gesichter mit einem Fineliner auf Papier abgemalt und mit Pappe und Schaschlikspieß zu einem Cake-Popper gezaubert. Ich war ziemlich zufrieden aber auch das war ziemlich anstrengende Kleinstarbeit.

Ingesammt bin ich zufrieden mit den Cupcakes und finde sie auch ein wenig amüsant, die ernsthaften Gesichter und die ernsten Themen als Deko für lecker schokoladige Cupcakes mit einer Schicht Sahne… Allerdings habe ich jetzt große Lust auch andere TV-Serien (oder Filme/Bücher?) in Cupecakeform zu verewigen.

Nun noch das Rezept für die Cupcakes. Ich schwöre, dass die lecker schmecken und nicht irgendwie diätig. Und weil sie so leicht sind, kann man auch locker ein paar mehr davon essen ohne, dass einem übel wird. Aber ganz normale Schokoladen Cupcakes funktionieren mit The Wire-Deko natürlich genauso gut. Guten Appetit!

 

Fettarme & kalorienarme Schoko – Cupcakes

Zutaten:

100g Apfelmus
100g Zucker
250 ml Haselnussmilch (oder andere vegane Milch)
1 Prise Vanille
125g Mehl
25g Kakao
1 1/4 TL Backpulver
1/2 TL Salz
Vegane Sprühsahne

1) Den Ofen auf 180° vorheizen.
2) Den Zucker mit Apfelmus, Haselnussmilch und Vanille verrühren.
3) Das Mehl, den Kakao, das Backpulver und das Salz durch ein Sieb zu den anderen Zutaten sieben. Alles so lange verrühren bis keine großen Klumpen mehr da sind.
4) Den Teig gleichmäßig auf 12 Cupcakesformen verteilen und in den Ofen geben.
5) Die Cupcakes 20-25 Minuten backen, Stäbchenprobe machen und danach auskühlen lassen. Bei Bedarf gut mit veganer Sahne bedecken und 3 Cupcakes auf ein Mal verdrücken.

Je Cupcake (ohne Sahne): 93 Kcal, 2g Protein, 21g Kohlenhydrate, 1g Fett

 

 

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