Amsterdam – Wok To Walk

Wie bereits im anderen Post erwähnt: ich fand es nicht immer leicht vegan in Amsterdam zu essen.

Dadurch kam es auch, dass ich ein paar Mal Dinge gegessen habe von denen ich mir nicht ganz sicher war ob sie vegan sind oder nicht. Ein mal war dass als wir bei Wok to Walk waren. An diesen Laden erinnerte ich mich noch aus meinem Austauschjahr 2005.

Wok to walk ist ein Franchise das es in vielen Ländern gibt, unter anderem wohl auch in Berlin. In Amsterdam gibt es den an mehreren Stellen. Wo genau kann man hier finden.

Man wählt eine „Basis“ & eine Sauce für fünf Euro. Dazu kann man dann noch zusätzlich bis zu 4 Extrazutaten ab 80 Cent wählen.

 

 

 

 

 

Da alle Nudel und Reisgereichte mit Ei zubereitet werden habe ich das Gemüsegericht genommen. Später habe ich allerdings online gelesen, dass man auch einfach sagen kann, dass man die Nudeln ohne Ei nehmen kann. Das könnte man also vielleicht fragen wenn man noch mal hinkommt, wobei ich das selbst immer etwas unangenehm finde.

Ich hatte also „The Veggie Dish“ mit Pilzen und Broccoli und Hot Asia sauce. Ich dachte dass es am wahrscheinlichsten ist, dass die ganz scharfe Sauce vegan ist. Nachher dachte ich aber, dass es vielleicht besser ganz ohne sauce gewesen wär, denn es war schon sehr scharf.. Das ganze hatte dann laut Internet unter 300 Kalorien, hat aber sehr satt gemacht. Das Gemüse war recht frisch und knackig (dank Wok) aber irgendwie war mir das ganze doch ein wenig zu fettig und scharf. Außerdem musste ich dann darüber nachdenken, dass auf der gleichen Platte auf der mein Gemüse gemacht wurde sicherlich davor auch Fleisch gemacht wurde. Ich konnte es nicht in meinem Gemüse schmecken, aber etwas eklig fand ich es doch (ob das dann vegan ist oder nicht… lässt sich wohl drüber streiten).

Im Endeffekt würde ich sagen: Wenn man sehr Hunger hat, keine Lust hat viel Geld auszugeben und schnell etwas zu essen braucht, dann kann man auch als Veganer mal Wok To Walk einen Besuch gestattet. Es muss aber wirklich nicht sein.

 

 

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De Waaghals – Amsterdam

Ich bin seit Mittwoch wieder in Berlin (und habe gerade eine schreckliche schreckliche Mathematische Logik Klausur hinter mir von der ich denke sie nicht bestanden zu haben aber die Hoffnung stirbt zuletzt…). 8 Tage Amsterdam sind wieder rum. Ich habe ziemlich viel dazu zu schreiben, deshalb gibt es das ganze in kleineren Abschnitten. Auch weil es dann realistischer ist, das ich überhaupt etwas dazu poste!

Heute schreibe ich über das vegetarische Restaurant De Waaghals. Hier sind einige Reviews des Ortes auf  happy cow, die irgendwo zwischen „es ist so ein toller Ort! So atmosphärisch und sympatisch!“ & „Was für schlechte vegane Auswahl, langsam und sehr teuer!“ schwanken.

Unsere Erfahrung? Irgendwie von allem etwas.

Da wir am Ende der Woche da waren hatten wir nicht mehr so hohe Erwartungen an vegetarische Restaurants in Amsterdam. Als wir De Waghaals dann also gefunden hatten, in einer Straße die weniger voll ist als die in denen die meisten anderen vegetarischen Restaurants ist, waren wir positiv überrascht, dass  es eher wie eine Wohngegend wirkt.

Die Atmospähre im Restaurant war gehoben, die Preise dafür aber für Amsterdam günstig, also im Mittelbereich. Die günstigen Sachen gibt es für um die zehn Euro (Suppe, Vorspeisen, eine Hauptspeise), die normalen Hauptspeisen eher zwischen 18 und 23 Euro.

Wir saßen am großen Fenster nach draußen (erinnerte etwas an die Werwolf-im-Garten-Szene aus der „Hounds of Baskerville“ Sherlock Folge..) und fühlten uns da sehr wohl. Die Wände waren mit modernen Zeichnungen behängt, die Künstler die hier ihre Werke vorstellen wechseln. Es gibt nur einen Kellner, was sicher etwas irritiert wenn es ganz voll ist, aber bei uns war das kein Problem. Der ältere Herr war sehr freundlich, auch wenn ich und mein Freund ihn durch unseren Sprachmischmasch etwas verwirrten.

Nach langem Ringen habe ich mich für eine teurere Speise entschieden. Leider steht auf der Speisekarte nicht drauf was vegan ist und was nicht, sondern man muss nachfragen. Und das obwohl das Restaurant das predikat „veganfreundlich“ verliehen bekommen hat. Als ich nach Wasser fragte bekam ich eine Glaskaraffe mit Leitungswasser, das freut mich immer, wenn es diesen gratis Service gibt. Nach nicht allzulangem Warten kam unser Essen. Leider hatte ich keine Kamera dabei. Mein Freund hatte ein unveganes Gericht, also habe ich nur vom Rand probiert, das schmeckte ganz gut. Er hatte das „klassische“ Gericht:

de waaghals classic
potato omelette with sweet pepper, garlic and truffle oil
mini cheese fondue with blanched vegetables
pumpkin mash with amaretti and raisins
braised provencal fennel 19,00

Ich hatte das afrikanische:

dish of the month: south african
bobotie (= casserole of aubergine, courgette and almonds)
yellow rice with clove, ginger and apricots
sweet and sour beetroot with onion
spicey black beans
beer bread with caraway 18,00

und es schmeckte leider so wie es schmeckt wenn Vegetarier denken, veganes Essen heißt einfach nur Käse und Ei wegzulassen. Es war fast garnicht gewürzt, schmeckte sehr lasch und einfach zu sehr nach „das hau ich mir zu Hause mal eben zusammen“. Bohnen, Reis, etwas Salat. Eine Aprikose war in dem ganzen Gericht. Die schwarzen Bohnen waren alles andere als spicey, so ungewürzte Bohnen habe ich noch nie gegessen. Und dafür eben 18 Euro. Das fand ich schon sehr enttäuschend.

 

Insgesamt würde ich das Restaurant  bedingt empfehlen. Die Atmosphäre ist schön, die Preise sind für Amsterdam okay, aber die vegane Auswahl ist mau und schmeckte, jedenfalls diesmal, langweilig. Dazu muss man aber sagen: es war eine der besseren vegetarischen Adressen die wir in Amsterdam ausprobiert haben.

 

Öffnungszeiten:

Täglich 17 – 21.30, Montags geschlossen.

Adresse:

Restaurant De Waaghals
Frans Halsstraat 29
1072 BK Amsterdam


Reservierung: +31206799609

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Playing With Eels

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute haben mein Freund und ich einen netten Ort mit einem schrecklichen Namen entdeckt: Playing With Eels befindet sich in Kreuzberg zwischen Südstern und Schönleinstraße und ist Buchhandlung, Café und Galerie in einem. Wenn man es betritt sieht man Theke, gemütliche rechte verschnörkelte Stühle und Sessel und bereits ein paar Bücher. Eins der Bücherregale ist zum Schmökern da, im anderen finden sich Romane und Sachbücher zum Verkauf. Durch einen kleinen Durchgang kommt man in ein kleines Zimmer in dem noch ein paar andere Bücher zum direkten kaufen liegen (inklusiver einer kleinen aber netten englischen Auswahl). Bestellen kann man die Bücher natürlich auch, und wie es in den meisten Buchhandlungen ist, sind die Bücher in der Regel zum nächsten Tag da.

Vom Café geht auch noch ein Gang nach Hinten ab. Dort befindet sich dann eine Galerie mit wechselnden Ausstellungen. Im Playing With Eels finden auch regelmäßig Veranstaltungen statt wie Lesungen und Vorträge. Da es den Laden erst seit Juli gibt wünsche ich viel Glück, gerade da er sich nicht in der hippsten Straße befindet, sondern einige Kreuzungen davon entfernt liegt.

Was mich als Veganer natürlich hier hin gebracht hat: Das Angebot. Jede Woche gibt es ein anderes Angebot an Essen. Suppe, Sandwiches, Kekse, Müsli und Ähnliches und davon immer irgendetwas vegan und gekennzeichnet. Heute war beispielsweise die Suppe (3,80) vegan, es gab ein Tofu-Sandwich (3,60) und zwei süße vegane Snacks (1,20-1,40) .

Lecker sehen die veganen Sachen natürlich auch aus:

 

 

 

Das Müsli kann man immer auch mit Sojajoghurt oder Sojamilch bestellen. Den Café und die heiße Schokolade natürlich auch. Mein Freund und ich haben beide ein Tofu-Sandwich genommen das aus leckerem Weißbrot (Cabbiata? Dickerem Baguette?), angebratenem Gemüse wie Zuccini und Kartoffelscheiben, frischem Salat und einer Scheibe angebratenem Tofu bestand. Ich fand es lecker, mein Freund aber gleich sehr lecker, und das obwohl er ein „picky eater“ ist. Obwohl ich das Sandwich nicht aufessen konnte und mein Freund da aushelfen musste, bestellte ich noch eine Apfelzimttasche, die mir aber nicht schmeckte. Ich hab dann die Äpfelstücke gegessen und meinem Freund den Blätterteig mit Zimt gegeben. So hatten wir zumindet beide etwas süßes.

 

Die Preise sind gut, es gibt gratis W-LAN und die Atmosphäre ist gemütlich. Allerdings waren wir zu Beginn die einzigen Leute im Café, was mich immer ein wenig nervös macht. Das hat sich dann allerdings auch geändert. Alle Getränke und Speisen sind übrigens Bio, was ja auch immer ganz gut ist zu wissen. Ich liebe beispielsweise die Zisch Limos die ganz ohne Zucker auskommen und mit Traubensaft gesüßt sind. Ich habe nur rumgerätselt warum das 0,25 stille Wasser mit 2 Euro teurer ist als die 0,25 Apfelsaftschorle mit Sprudel für 1,90.

 

Ein empfehlenswerter netter Laden, in den ich bestimmt noch mal komme. Dann gibt’s auch eigene Fotos, diese hier sind von der Seite des Ladens geliehen. 😉

 

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