Vegan auf dem Berlin Festival 2013

Freitag und Samstag war ich auf dem Berlin Festival auf dem Tempelhofer Platz. Ich war da um Freitags Blur live zu sehen und Samstags My Bloody Valentine und Björk zu sehen. Allerdings fing das Festival beide Tage um 14 Uhr an und zumindest am Freitag kamen wir sogar pünktlich zu Beginn. Da man nur ein 1 Liter Tetrapack mit aufs Gelände nehmen durfte und keine anderen Getränke und kein Essen, waren wir auf die veganen Angebote des Festivals angewiesen. Denn wenn man zwölf Stunden über ein Festivalgelände läuft bekommt man schon ein wenig Hunger. Anstrengender wurde das Ganze noch durch die Sonne und die viel zu laut aufgedrehten Bässe von allen 3 Ecken des Platzes.

Ich war mit einer veganen Freundin auf dem Festival und wir waren beide angetan von der veganen Essensauswahl. Klar, es gab auch wirklich eklige Stände (ganze Schweine die vor den Augen geröstet werden) aber allgemein war ich positiv überrascht.

Von vornherein wusste ich, dass wir nicht verhungern würden, da ich bereits auf der Alles-Vegetarisch.de website gelesen hatte, dass sie auf dem Festival einen Stand haben würden. Dort gab es einen Cheeseburger für 3,50, einen Hummuswrap für 3,00 und einen Döner für 5,50. Ich aß am Freitag den Cheeseburger der sehr klein war, nicht satt machte aber ziemlich schwer im Magen lag. Meine Freundin aß den Döner und wir waren danach beide erstmal ziemlich fertig. Wir waren uns einig, dass der Cheeseburger ziemlich nach McDonalds schmeckte (was sicher für einige eher ein Pluspunkt ist), also nach Salz und Fett und irgendwie süßlich. Am gleichen Stand gab es allerdings auch Schokoriegel, von denen meine Freundin einige aß, veganes Jerky, Rohkost(?)riegel und Sojamilch in Trinkpäckchen für einen Euro. Ich habe insgesamt drei ungesüßten Kokosreismilchtrinkpäckchen gekauft und war sehr froh, dass sie angeboten wurden, den sie neutralisierten gut das etwas „anstrengendere“ Essen.

Ansonsten habe ich mich beim Trinken vor Allem ans Wasser gehalten, die 0,5 Flaschen für 2,50 gab es fast überall. Als ich Freitags nachts müde wurde hab ich mir bei der „coffee bar“ einen grünen Tee gekauft. Außerdem tranken wir beide einen Iced Chaitee mit Sojamilch für 4 Euro der allerdings kein gutes Preisleistungsverhältnis hatte.

Freitag gab es für mich neben dem Cheeseburger nachmittags abends einen Hot Dog. Also gesund auf der ganzen Linie. Der „klassische“ Hot Dog war recht lecker aber nicht sehr sättigend. Also kaufte ich an einem anderen Stand noch ein Stück Mango mit Zimt. Mit 2 Euro nicht ganz billig aber etwas Obst tat gut.

Am Samstag wollte ich es etwas gesünder angehen lassen. Da kam mir der Onigiri Stand sehr recht. Ein Onigiri ist mit 2,50 ziemlich teuer dafür aber auch lecker und gesund. Vor Allem fühlt man sich danach nicht so geplättet. Das ganze ist eher ein Snack: Etwa ein Esslöffel Füllung ist umhüllt von einem Dreieck aus Reis, das mit einem Algenblatt festhält. Es gab zwei vegane Varianten die ich beide probierte. Die Walnussmisofüllung war sehr gut, die japanische Pflaumenfüllung fand ich auch gut aber gewöhnungsbedürftig.

Meine Freundin aß Samstags andere Sachen. Pommes gab es an verschiedenen Ständen allerdings weiß ich nicht welche wirklich vegan sind. Da müsste man ansonsten noch mal nachfragen.

Beim „veggie food“ Stand gab es nur veganes zu kaufen und meine Freundin kaufte sich dort ein Chili sin carne mit sehr trockenem Brötchen. Das schmeckte okay aber musste man wirklich nicht haben. Dafür sättigt ein Chili natürlich ziemlich gut…

Zu guter Letzt darf man nicht die beste Entdeckung vergessen die wir gemacht haben: Paletas Fruchteis. Mango-Kokos schmeckte wunderbar cremig, während Gurke-Zitrone eher erfrischend war.

Was uns das alles lehrt ist wohl: Ums Essen braucht man sich also wahrscheinlich auch beim Berlin Festival 2014 keine Sorgen machen. Allerdings werde ich da nur hingehen wenn wieder Bands kommen die man sehen MUSS. Denn ansonsten hat mich das Festival eher angestrengt als erfreut. Blur zu sehen war großartig, auch My Bloody Valentine waren toll (aber das kann ich eher nur Fans der Band empfehlen). Aber ich bin auch seit vielen vielen Jahren großer Fan beider Bands. Bei Björks „Joga“ lief es mir kalt den Rücken runter. Aber sonst fand ich die Bandauswahl eher mau. Ungefähr die Hälfte des Sets von MIA. war gut. Sonst fallen mir leider nur die Bands ein die mir negativ aufgefallen sind… Allgemein fand ich es auch doof, dass man bei allen Bands den Bass viel zu stark gehört hat. Zunächst dachte ich, dass läge nur an den Bands (den die meisten waren sehr elektro-lastig), später merkte ich aber, dass das wirklich bei jedem Auftritt der Fall war.

Zu guter Letzt, der tolle Himmel bei My Bloody Valentine:

& jeweils ein Lieblingslied von Björk, My Bloody Valentine & Blur.

My Bloody Valentine – Only Shallow from The Gift on Vimeo.

Du magst vielleicht auch

4 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.