Kennenlernen A1 – Sprache

Wie ich hier groß rumposaunte: ich mag persönliche Blogs. Ja, auch bei Blogs die nicht total allgemein sind. Also dachte ich, sollte ich auch “mit Vorbild voran” gehen und ein wenig über mich erzählen. Da es mir zu blöd ist eine Zusammenfassung davon wer und wie ich bin zu schreiben, abgesehen davon, dass so etwas immer zum Scheitern verurteilt ist, wird es also ab und zu Segmente zu mir geben. Wer ich bin. Wie und wann, weiß ich nicht. Vielleicht bleibt es ja auch bei diesem Teil.

Ein Post über Sprache wirkt erst einmal recht unpersönlich, aber für mich ist Sprache und Linguistik so ein großer Teil von mir, dass ich mich ohne die Möglichkeit des Sprachenlernens nicht wie ich selbst fühlen würde. Ich mag die Sprachverwirrung die entsteht wenn man zwischen mehreren Sprachen hin und herspringen muss, ich mag auf verschiedenen Sprachen zu denken, denn man denkt wirklich anders, je nach Sprache.

Richtig fließend/”muttersprachsnah” spreche ich leider nur Deutsch, Englisch und Holländisch.

Recht fließend spreche ich Norwegisch (und vor mir liegt dieses Jahr noch Norsk 3 Klausur, also muss da noch viel für gelernt werden) und Französisch (schändlich, dass das nicht völlig fließend ist, trotz 7 Jahren Schulunterricht).

“Amerikanisch fließend” – den Begriff las ich letztens irgendwo, er bedeutet im Gegensatz zum muttersprachlich-nahem Sprachgebrauch  den ‘Ich kann mich in dieser Sprache verständlich machen’ Gebrauch von Fließend – spreche ich Spanisch und Isländisch.

Gelernt habe ich auch Mandarin/Hochchinesisch, neben Gruppenunterricht sogar ein Jahr lang Privatunterricht. Allerdings kann ich nur noch sehr wenig, und auch nur noch ein paar Sätze schreiben. Gedacht habe ich allerdings auf allen oben genannten Sprachen schon. Das fängt bei mir sehr schnell an. Ich denke dann einfach nur in sehr einfachen Satzstrukturen mit wenigen Wörtern, vielleicht ein wenig so wie man als Kind denkt, eben mit einem sehr kleinen Wortschatz.

Mal ganz kurz angefangen zu lernen habe ich Walisisch (kam aber – bis jetzt – nie weiter als Kapitel 4 im Selbstlernbuch, fand ich die schwerste Sprache bis jetzt), Finnisch (ein paar Wochen in der Uni, musste mich auf anderes konzentrieren) und Japanisch (Für mehr als “Das sind Herrn Yans Koffer” und “Das ist ein Kugelschreiber” reicht es nicht…).

Dank dem Norwegischen verstehe ich auch Dänisch und Schwedisch recht gut, aber sprechen kann ich beides leider (noch?) nicht. Und das obwohl ich ein Semester in Kopenhagen gelebt habe.

Ab morgen allerdings fängt ein neuer Sprachkurs an: Katalanisch! Ich bin so aufgeregt und dieses Aufregungsgefühl gibt es immer am Anfang des Sprachenlernens bei mir. Das ist der Anfangsmotivator. Danach muss man sich durchbeißen. Ich hoffe, dass ich da recht schnell Lernerfolge haben werde, da es eine romanische Sprache ist, und die Grammatik sich nicht so sehr von der französischen und spanischen Sprache unterscheidet.

Ich wurde schon öfter gefragt wie das geht, so viele Sprachen zu lernen und nicht zu vergessen. Ich habe zwar meistens nicht das Gefühl, dass es so viele Sprachen sind, und dass ich eh alle viel zu schlecht spreche (bis auf Deutsch habe ich überall meine Zweifel, und sogar bei Deutsch hab ich die, wenn ich eine zeit lang kein Deutsch mehr spreche) – aber objektiv weiß ich natürlich, dass für zumindest für deutsche Verhältnisse es nicht normal ist so viele Sprachen zu lernen oder zu sprechen.

Als Kurztipp, schließlich werden zu diesem Thema viele Bücher geschrieben und es gibt viel zu sagen, kann ich sagen: Man braucht Motivation und sollte verkrampftes Lernen lassen. Für mich hat organisches Lernen immer am besten funktioniert. Der Versuch zu verstehen wie die Menschen reden und weniger das Auswendiglernen der Grammatik. Den Aufbau zu verstehen und dann sich “treiben zu lassen”. Das geht natürlich bei Sprachen ohne komplizierte Grammatik einfacher. Ich denke zum Beispiel das es schwerer ist Deutsch so zu lernen als Englisch.

Das Ziel ist es für mich beim Sprechen der anderen Sprache, nicht gleichzeitig noch eine andere Sprache im Kopf zu haben, sondern nur diese eine. Es findet also keine Übersetzung statt sondern die Sprachen existieren halbwegs eigenständig in meinem Kopf.

Es wird vielleicht nicht überraschen, dass ich so gerne Polyglot werden möchte. Wie ich zu meiner Freundin Lili sagte, mit der ich den Katalnischkurs besuchen werde, “Es gibt noch so viele Sprachen die wir lernen müssen!”. Ihr muss ich das nicht sagen, sie spricht schließlich Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch, Japanisch, Koreanisch und anderes an das ich mich gerade nicht erinnern kann… Das tut gut, dass da jemand ist, der genauso spinnt, wenn es um Sprachen geht. Denn schließlich könnte man wahrscheinlich doch “sinnvolleres” machen im Leben als sich Grammatiken durchzulesen…

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