Everyday Happy Herbivore

Ich bin kein großer Fan von Lindsay Nixons „Happy Herbivore“ Blog, aus Gründen die ich gerne ein anderes Mal näher beleuchten möchte. Ich habe allerdings schon oft aus ihren Kochbüchern gekocht, und ich möchte mich hier nur auf das Kochbuch, Everyday Happy Herbivore“ beschränken.

 

„Everyday Happy Herbivore“ ist das zweite Kochbuch von Vollzeit-Blogger Lindsay Nixon. Die Prämisse des Kochbuchs von 2011 ist eigentlich die selbe wie die ihr ersten Kochbuches „Happy Herbivore“ aus dem selben Jahr: schnelles, einfaches, sehr fettarmes Essen. Das Cover kündigt groß „On the table in 30 minutes or less!“ an, aber das gilt nur für die Rezepte die entsprechend gekennzeichnet sind. Das war in ihrem ersten Kochbuch genauso, nur dass da die Kennzeichnung nicht die Zahl 30 war, sondern ein Wecker.

Ich habe mal nachgezählt und komme auf bei EHH auf 143 Rezepte mit der „(30)“ Kennzeichnung, gegenüber 30 Rezepten die länger dauern sollen. Hingegen kommen bei HH 118 gekennzeichnete Rezepte auf 87 ohne. Man könnte also sagen, EHH beinhalte mehr schnelle und deshalb „everyday“ Rezepte. Ich würde das aber trotzdem nicht unterschreiben, da in EHH auch alle Saucen und Gewürzmischungen als „Mahlzeit unter 30 Minuten“ gekennzeichnet sind, während es bei HH Rezepte teilweise nicht sind, die ganz klar schneller gehen – ich wüsste nicht wie man über eine halbe Stunde brauchen müsste um Marmelade zu pürieren, beispielsweise.

 

Nun gut, um den oberen Abschnitt zusammenzufassen: Die Kochbücher unterscheiden sich in ihrer Herangehensweise nicht, und auch die Aufmachung sind fast gleich.

 

Nun zum wichtigsten Teil eines Kochbuches: Die Rezepte.

Alles in EHH ist fettarm und ohne Öl. Neben der Kennzeichnung für schnelle Rezepte, gibt es „Fat Free“ für Rezepte mit unter 1 Gramm Fett pro Portion, Ohne Gluten & Ohne Soja für Allergiker. „One Pot Meal“ für Mahlzeiten für die man nur einen Topf oder Backform braucht, „Make Ahead“ für Rezepte die man Tage im Voraus zubereiten kann, „Budget“ für besonders günstige Rezepte und „Single Serving“ für Rezepte für eine Person. Letzteres finde ich nicht sehr sinnvoll, da sowieso neben jedem Rezept steht für wie viele Personen es ist, und das von 1 bis 6 wechselt.

 

Die erste Sektion ist Smoothies, Yoghurts, & Granola* gewidmet. Die Smoothies darin sind ziemliche Standards, aber das muss ja nichts schlechtes sein: Cinnamon Bun Smoothie (S. 13) & Oatmeal Cookie Smoothie (S. 16) sind beispielsweise sehr lecker. Anders sieht das schon aus beim P. Chocolate Smoothie. Natürlich war ich skeptisch Erbsen mit Kakao, Banane und Sojamilch zu mischen… und ich hatte recht. Es schmeckt so wie es klingt, also richtig eklig. Ich schmeiße sonst nie meine Smoothies weg, auch wenn sie nicht lecker sind, aber das bekam ich einfach nicht runter.

 

Ob wirklich noch irgendjemand ein Rezept für Overnight Oats braucht, wenn doch schließlich die ganze Blogosphere voll davon ist, sei dahin gestellt. Dann ist da noch ein Rezept für einen „gesunden Müsliriegel“, das man aber auch 100 mal in der Art oder Ähnlich findet wenn man nur ein mal „vegan granola bar“ googelt.

 

Dann kommt Hot Breakfasts & Brunch: Mexican Scramble (also einfach normales Tofurührei mit Chili, Tomaten und meinem Feind Koriander), Basic Tofu Scramble (also eigentlich das selbe Gericht, nur ohne Chili, Tomaten und meinen Feind Koriander – das exakt gleiche Rezept ist bereits in HH enthalten), Charloston Grits (Grütze mit Cajungewürz), Spinat & Artichoke Frittata (lecker, aber eigentlich genau dasselbe Rezept wie ihre anderen Frittatas).

Besonders vielsagend finde ich es das Rezept für Whole Wheat Drop Biscuits: es ist genau dasselbe wie in HH nur, dass statt einer Banane als Eiersatz Apfelmus benutzt wird. Nixon erklärt ihre Fans hätten sie gebeten, diese Biscuits doch noch einmal ohne Bananengeschmack zu machen. Okay, aber muss man dafür eine ganze Rezeptseite benutzen? Wenn man doch vorher im Buch selbst angibt wie man verschieden Eier ersetzen kann.

Es gibt noch zwei Varianten Pancakes: Dark Chocolate Pancakes (einfach Kakao dazu) und Carrot Cake Pancake (einfach eine Karotte dazu). Und noch mal normale Pfannkuchen, die man dann mit Spinat isst (Spinach-Scallion Pancakes).

Lecker klang der Fruit Crisp. Normalerweise sind die sehr fettig und sehr zuckrig, also klang die Alternative gut. Es schmeckte leider schrecklich und musste in den Müll wandern.

 

Muffins, Biscuits, & Breads* :

 

Chocolate Spice Muffins – Garam Massala in normale fettarme Kakaomuffins geben.

 

French Toast Muffins – Was dieser Muffin mit French Toast zu tun haben soll verstehe ich nicht… Mehl, Backpulver, Zucker, Zimt, Sojamilch, Vanilleextrakt, Apfelmus, Kicherbsenmehl…?

 

Morning Glory Muffins – Mit Babykarotten und Datteln.

 

Single Blueberry Muffins – Genau das was es sagt. Standard Rezept, nur eben nur für einen Muffin.

 

Cinnamon Raisin Buscuits – Wieder die üblichen Zutaten-verdächtigten.

 

Lemon Jam Biscuits – Ein verwirrender Name. Denn Zitrone ist drin, aber Marmelade nicht.

 

Basic Glaze – Zwei Seiten die sich der Kunst des Puderzucker-mit-Sojamilch-Mischens widmen.

 

Harvest Cornbread – Klingt lecker, aber konnte ich bis jetzt noch nicht versuchen, da es hier nirgends pürierten Kürbis gibt.

 

Bayou Cornbread – Klingt ebenfalls lecker und auch einfacher an alle Zutaten zu kommen, da außer Mehl und Maismehl nicht wirklich viel drin ist.

 

Jalapeño Cornbread – Dasselbe wie die anderen beiden, nur mit Jalapeños.

 

Beer Bread – Bier, Mehl, Zucker, Backpulver, Salz. Ist nicht mein Geschmack.

 

Blueberry Breakfast Cake – Wie die Blaubeermuffins, nur in Kuchenform.

 

 

Sandwichs, Burgers, & More*:

Neben den nun bereits Klassikern wie Eiersalat ohne Eier (immer dieser eklige Sellerie…), vier Bohnenburgern und Tacos mit Salat gibt es Käsesauce auf Toast.

 

Soups, Stews, & Dal: Neben den 7 Suppenklassikern in denen das Öl rausgenommen wurde, gibt es ein paar „traditionelle“ internationale Eintöpfe, die vereinfacht wurden.

 

Salads & Dressings: Die Salate sind alle sehr einfach gehalten. Die Dressings ebenso. Italienisches Dressings besteht also aus Apfelessig, Senf, Italienischen Gewürzen, Zwiebelpulver, Knoblauchpulver und Agavennektar, und Balsamico-Djion Vinaigrette aus Senf, Essig und Wasser. Ich denke, dass es super ist, für Leute die noch nie Salatsauce gemacht haben, aber sonst kann man auch einfach bei Klassikern das Öl weglassen.

 

Veggie Dishes: Stir-Fries & Curries:

Auch hier Rezepte sind alle sehr ähnlich. Ein Gemüse, dann Knoblauch- und Zwiebelpulver, Senf, Essig, Sojasauce und manchmal noch etwas Ingwer. Das heißt nicht, dass nicht manche der Rezepte sehr lecker wären. Wenn man sich nicht traut sein Gemüse selbst zu mischen, so kann das sicher eine Bereicherung sein.

 

Casseroles & Rice Dishes:

Hier ist mein Kochbuch ein wenig dreckig, weil ich es schon mehrmals benutzt habe.

Die Greens Quiche ist so einfach und lecker, und außerdem im Gegensatz zu vielen Rezepten im Buch hat es viel Protein. Auch sehr lecker ist Djon Rice with Broccoli, mit den üblichen Verdächtigen: Senf, Sojasauce und scharfer Sauce.

 

 

Beans & Faux Meat:

Viele Sachen hier klingen lecker, aber ich habe noch nichts davon ausprobiert. Irritierend ist natürlich, dass Isa Chandra Moskowitz (aka die bekannteste Vegane Köchin überhaupt) darauf Aufmerksam gemacht hat, dass das Rezept für Chickpea Tenders direkt aus Isas Kochbuch übernommen wurde. http://theppk.com/forum/viewtopic.php?f=32&t=16846&start=50 Das ist mir auch bei vielen anderen Rezepten aufgefallen, dass ich sie aus älteren Kochbüchern kenne. Lindsay Nixon sagt allerdings, sie besitze gar keine anderen Kochbücher außer ihrer eigenen.

 

Pasta & Noodels:

Ich liebe Nudeln, aber leider ist hier wenig spannendes zu entdecken. Ein Beispiel eines typischen EHH Rezeptes ist Creamy Djion Pasta: Spaghetti mit Erbsen und einer Sauce aus Seidentofu, Essig, Pfeffer und Senf. Der Tempeh Chili Mac ist dem Tempeh Helper aus Isas Kochbuch Appetite for Reduction sehr ähnlich und ebenso lecker.

Lemon Basil Pasta besteht aus Spaghetti die mit Cherrytomaten, Kapern, 1 Zitrone und Basilikum gemischt werden. Die Rezepte sind also, wie gesagt, sehr sehr einfach.

Beim Rezept für Quick Pesto fühle ich mich ein wenig veräppelt: Ich verstehe dass es schwer ist Pesto fettarm zu machen, aber veganen Joghurt mit Basilikum und Knoblauch Pesto zu nennen bedarf doch schon einer sehr freien Interpretation des Wortes.

 

Simple Sides:

Jeweils ein oder zwei Gemüsesorten mit ein paar Gewürzen. Hervorsticht dabei das Rezept für Roasted Carrots. Man nehme eine Packung Babykarotten, Salt und Pfeffer und Zwiebelpulver und schiebt es in den Ofen. Wow.

Empfehlenswert hingegen ist Spicy Orange Greens (S. 228), einfach weil die Mischung aus Gemüse und Orangenmarmelade toll ist.

Harvest Home Fries ist eine Variation der Home Fries aus HH, also statt 2 Kartoffeln, 1 Apfel und Rosemarin, gibt es diesmal 2 Kartoffeln, 1 Apfel und Zimt.

Tofu Fries sind gestifteter Tofu mit Gewürzen aus dem Backofen.

 

Desserts:

Hier sieht alles sehr lecker aus. Auch hier gilt alles ist schnell und sehr einfach und ohne Fett. Kann das schmecken? Es kann, wie man im ersten Buch HH sehen kann. In EHH finde ich die Desserts leider eher uninspiriert. Chickpea Puffs habe ich schon in verschiedenen Kochbüchern gesehen, wieso dann gesagt wird ihre Assistenten hätte sie erfunden? Warum „Natala’s Chocolate Cherry Shake“ bei den Desserts und nicht bei den Smoothies ist, weiß ich auch nicht. Schließlich folgt es genau dem selben Formel wie die anderen Smoothies.

Ein Highlight fürs Kopfschütteln ist das Rezept für „Fried Bananas“. Zutaten? 2 Bananen. Die man dann in der Pfanne anbrät.

 

Condiments & Spice Blends:

Neben ihrem Rezept für Mayo (Tofu, Senf, Essig, Zitrone, Agavennektar), gibt es davon noch seitenweise Varianten: mit Chipotlepulver, mit Cajun Gewürzen, mit Garam Masala… Mit Ketchup und Senf gemischt wird es plötzlich Remoulade und mit Salz und Knoblauch wird es zu Sour Cream. Honey Mustard besteht wiederum aus Senf und Agavennektar.

Die Gewürzmischungen sind gut, allerdings sind teilweise dieselben auch in HH zu finden.

 

Do-It-Yourself

Hier wird erklärt wie man Apfelmus schnell selbst herstellen kann (1 Apfel + Gewürze pürieren) und Brot Krümmel macht (Brot krümeln und austrocknen lassen). Interessanter sind da die Rezepte für selbstgemachte Gemüsebrühe, „Hühner“brühe und „Rinder“brühe oder Worcestersoße Sauce.

 

 

Pro:

  • Attraktive Farbfotos, zu fast jedem Rezept, ein schönes „Schmöker“-kochbuch
  • Schöne Aufmachung
  • Sehr gut für Leute die noch nicht kochen können
  • Einfach für Menschen die wenig Fett essen wollen oder müssen
  • Viele Rezepte sind lecker
  • Nährwertangaben zu jedem Rezept
  • Schnelle Zubereitung
  • Kennzeichnung für Allergiker
  • Für Neuveganer & den Alltag
  • Günstige Zutaten
  • Praktische Einkaufsliste für Sachen die man „immer da“ haben sollte 

 

Kontra:

  • Dem ersten Kochbuch Happy Herbivore sehr ähnlich
  • Kein Essen mit dem man Besuch und/oder Omnivore bekochen sollte
  • Angaben nur in Oz & Cups, keine Umrechentabelle
  • Tendenziell sehr viele sich ähnelnde Rezepte
  • Obwohl die meisten Zutaten schnell und aus dem Supermarkt sind, gibt es einige die in Deutschland schwerer erhältlich sind (Flüssiger Rauch, Pürierter Kürbis, Backsoda, etc.)
  • Ein Hit-or-Miss Kochbuch: Ein paar Sachen sind toll, manche ungenießbar.
  • Ein paar Rezepte die so einfach sind, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass sie jemand braucht. Auch niemand der nicht gut kochen kann.
  • Viele Rezepte die man bereits kennt, wenn man 1-2 vegane Kochbücher hat, oder vegane Food Blogs liest. 

 

 

3/5

 

Fazit: Wenn man auf der Suche nach einem Kochbuch für einfaches, günstiges, fettarmes und kalorienarmes Essen ist, dann kann ich EHH empfehlen, würde aber das erste Buch HH vorziehen. Wenn man das bereits hat, und super findet, dann wird man wahrscheinlich auch Gefallen an EHH haben. Wenn man noch keins dieser Bücher hat, bereits kochen kann, ein fettarmes veganes Kochbuch sucht und auf die vielen Bilder verzichten kann, dem würde ich zu „Appetite for Reduction“ von Isa Chandra Moskowitz raten.

 

Dieses Jahr kommt bereits Happy Herbivores drittes Kochbuch raus. Ich bin immer noch neugierig, allerdings weiß ich nicht ob ich es kaufen werde. Wenn ich es tue, dann wahrscheinlich vor Allem weil ich Kochbücher mit vielen Fotos liebe, und es mich traurig macht, dauernd nur Kochbücher mit 2-3 Seiten Fotos zu sehen. Wenn ich mir all die positiven Amazonreviews ansehe, scheine ich mit meiner kritischen Haltung aber eher alleine zu sehen. Dort gibt es nur Lob.

 

*die Kombination aus einem „&“ nach einem Komma ist nicht meine Idee, sondern in EHH so gedruckt.

 

 

 

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Reis-Spargel Auflauf

Zutaten:

400 g Seidentofu

100 ml Sojamilch

2 EL Nährhefe

1 EL (Mais)Stärke

1 EL Tahini

1 Zwiebel

½ TL Kurkuma

1 TL Salz

¼ Aubergine für die Tofumischung

 

100 g Reis (Trockengewicht), gekocht

1 EL veganes „Parmesan“  (oder noch mehr Nährhefe)

Pfeffer

1 Bündel grüner Spargel

2 Schalotten, gehackt

1 Knoblauchzehe, gehackt

250 g Champignons, halbiert

1 Aubergine (circa 300 gr)

1 TL Sonnenblumenöl


1) Den Ofen vorheizen. Tofu, Sojamilch, Nährhefe, Stärke, Tahini, Zwiebel, Kurkuma, Salz und die 1/4 Aubergine in den Mixer geben und pürieren.

2) Fünf Esslöffel der pürierten Mischung mit dem gekochten Reis und dem “Parmesan”/Nährhefe mischen. Das alles in eine Auflaufform geben und einen Rand formen. Ungefähr 10 Minuten backen.

3) Die harten Stellen des Spargels entfernen und wegwerfen. Die Spargelköpfe zur Seite legen. Den restlichen Spargel klein schneiden.

4) Die Auberine im Sonnenblumenöl anbraten. Die Schalotten, den Knoblauch, die Spargel und ein wenig Wasser dazugeben, damit nichts anklebt. Wenn alles durch ist mit dem Tofu-Püree vermischen und auf die Reismischung in der Auflaufform geben.

5) Nun die Spargelspitzen dekorativ auf den Auflauf legen und mindestens 20 Minuten backen, bis der Auflauf braun wird. Aus dem Ofen nehmen & Pfeffer würzen. Eventuell noch mit Salz und Nährhefe bestreuen.

Ich bin kein riesiger Spargelfan, aber dieser Auflauf ist lecker. Grüner Spargel ist eh viel besser als weißer. Ich verstehe nicht, wieso man in Deutschland immer noch so fokusiert auf weißen Spargel ist, wo er viel komplizierter zu kochen ist, und (mir) schlechter schmeckt.

 

 

 

 

 

 

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Pure Raw

Ich bin kein Rohköstler (habe damit auch online eher schlechte Erfahrung gemacht),  liebe aber Rohkost. Neben Salaten, Suppen und Obst, mag ich auch gern viele Rohkost “gimmicks”. Ob mein Essig jetzt 100% roh ist oder nicht, kümmert mich nicht. Rohe Süßigkeiten &  Kuchenhingegen finde ich eine Bereicherung für die vegane Küche. 🙂

 

 

http://www.pureraw.de/ ist ein veganer Rohkost Versand. Ich habe auf der Internetseite bereits zwei Mal bestellt und war sehr zufrieden. Beide male lag eine Probe für einen Rohkost-Kakao dabei und irgendwie ist das Päckchen einfach nett verpackt, so dass man sich freut wenn es ankommt. Schnell versandt wurde beide Male auch.

Das Sortiment ist überschaubar aber gut. Neben Essen kann man sich auch Excalibur Dörr-Trockner kaufen. Ist irgendwann auch mal mein Traum, aber bei meiner kleinen Küche und einem Preis zwischen 300 und 350 Euro muss das doch noch ein wenig warten. Einen teuren aber guten Blender gibt es ab 400 Euro.

Nützlicher für den “Durchschnittsveganer” könnte da der Nussmilchbeutel sein (9,95) oder Silikonpralinenformen.

Ebenfalls gibt es einige vegane Pflegeprodukte.

Hauptaugenmerk liegt aber auf Nahrungsmitteln. Neben “Superfoods” wie Lucuma, Chiasamen, Macapulver, Gojibeeren und Cholerella finder sich auch Carobpulver, rohe Kakaobohnen, Kelpnudeln (die ich persönlich schrecklich finde…), rohe Speiseöle, Nüsse und rohes Xylitol.

Besonders erwähnenswert finde ich, dass es Irisch Moos zu kaufen gibt. Ich war schon kurz davor zuzuschlagen, aber 15,50 für 100 g… Vielleicht gönne ich es mir irgendwann mal um endlich ein paar Rezepte auszuprobieren, aber so ist es natürlich viel zu teuer. Dafür weiß ich jetzt wenigstens wo ich es sicher in Deutschland kaufen kann.

Warum ich da jetzt aber schon zwei Mal bestellt habe ist ganz klar: Ombar Superfood Schokolade (2,60 für eine Minitafel), die drei rohen Riegel von Pulsin’ & Chocodelics Mandeln in Rohkostschokolade. Ein paar andere Süßigkeiten gibt es auch noch.

Wenn man garnicht weiß was man mit all den Zutaten überhaupt machen soll, dann findet man auf der Webseite auch ein paar Inspirationen & Rezepte.

Mein Kritikpunkt bezieht sich vor Allem auf etwas das man bei fast allen Rohkostseiten findet: Unwissenschaftliche Aussagen. So wird an der einen Stelle eine Stellungnahme vom schrecklichen Raw Food Guru David Wolfe als wissenschaftliche Erkenntnis dargestellt und auf der anderen ist natürlich der Verkauf von “Superfoods” als solcher schon ein wenig kritisch.

Pure Raw versendet in alle Länder. In Deutschland kostet das Porto 2,50 oder 4,90 (je nach Gewicht der Bestellung). Ab 90 Euro ist der Versand  kostenlos, das bringt also nur was wenn man sich wirklich mit Rohkostpulvern und Rohschokoladen eindecken will. Allerdings, da die Produkte ja auch recht teuer sind, ist es nicht so schwer an die Bestellgrenze zu kommen, wenn man den bereit ist so viel zu zahlen. Die Preise sind natürlich sehr hoch. Dass das hier alles Luxusessen ist, muss klar sein. Allerdings liegt die Schuld hier kaum bei Pure Raw (allein), denn Rohkostprodukte sind eigentlich so gut wie überall sehr teuer.

Wenn man Lust auf Rohkost hat oder sich eben einfach auf ein paar qualitativ hochwertige vegane Zutaten, dem kann ich diesen freundlichen, schlichten Internetshop also empfehlen. Mit dem Zusatz dass man vielleicht seine Ernährungsempfehlungen wo anders her holen sollte.

Fazit:

4/5 Muhs


 

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Feigen-Mandelbrot

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zutaten:

100 gr. getrocknete Feigen
100 gr. gehackte Mandeln o. Mandelstifte
300 gr. Weizenmehl
1 Pck. Trockenhefe
1/2 TL Salz
1 TL Zucker
350 lauwarmes Wasser
2 EL Margarine
1 TL Backpulver

Zubereitung:

1) Die Mandeln in einer Pfanne rösten.

2) Die Feigen in schmale Streifen schneiden.

3) Mehl, Backpulver und Trockenhefe mischen. Salz, Zucker und Margarine mit dem Wasser verrühren und dazugeben.
Alles kräftig schlagen.

4) Mandeln und Feigen unter den Teig mischen und den Teig in die gefettete Form geben. Zugedeckt auf der Heizung oder einem anderen warmen Ort eine Viertelstunde gehen lassen.

5) Die Form in einen vorgeheizten Backofen (200°/3) geben. Eine Schale mit Wasser dazustellen. Ungefähr 35 Minuten Backzeit.

In 14 Scheiben schneiden (oder essen wie man will…)

Circa 160 Kalorien pro Scheibe.

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Pancakes mit Kokosmilch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zutaten:

1 TL Vanillezucker

1 Portion Eiersatz (zb No-Egg)

125 ml Sojamilch

125 ml Kokosmilch

2 EL (Raps)Öl

125 gr. Mehl

2 TL Backpulver

3 EL Zucker

2 TL Zimt

 

Zubereitung:

1) Backpulver und Mehl mischen. Vanillezucker, Zimt und Zucker hinzufügen.

2) Eiersatz, Sojamilch, Kokosmilch und Öl mischen. Die trocknen Zutaten zu den feuchten geben und gut durchmischen.

3) Jeweils ein oder zwei Esslöffel Teig in eine erhitzte Pfanne geben. Spätestens wenn sich kleine Blasen bilden müssen die Pancakes umgedreht werden.

4) Die Pancakes schmecken sehr gut mit Banane, Schokoladenaufstrich, Apfelmus & Rosinen (siehe 2. Foto), aber auch Marmelade, andere frische Früchte oder ganz klassisch Ahornsirup passen sehr gut.

 

Diese Art von Pancakes ist ein wenig “deftiger” dank der Kokosmilch.

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