Buchreview: Go vegan!: Warum wir ohne tierische Produkte glücklicher und besser leben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zufällig fiel mir in der Bibliothek das Buch „Go Vegan – Warum wir ohne tierische Produkte glücklicher und besser leben“ in die Hände. Da ich grundsätzlich eigentlich jedes Buch über Veganismus ausleihe und lese, habe ich hier keine Ausnahme gemacht. Und das obwohl auf der Rückseite rießig der Schauersatz „Vegan zu leben liegt im Trend“ prangt. Das soll einem wohl zum Kauf animieren, mich schreckt es eher ab.

 

=Autoren=

Das Buch ist ein Sammelband der von Marlene Halser herausgegeben wurde, die mir bis jetzt unbekannt war. Sie schrieb ebenfalls die Einleitung. Die weiteren Texte sind von den unterschiedlichsten Personnen geschrieben, die alle über verschiedene Aspekte des Veganismus oder Nicht-Veganismus schreibens. Da das Buch ingesamt nur knapp 200 Seiten umfasst, hat jeder jeweils nur ein paar wenige Seiten.

Die Texte sind vom Koch und Kochbuchautoren Surham Göb, dem Arzt Dr. med. Ernst Walter Henrich, den Betreibern des berliner veganen Supper Club Nicole Just (die man wohl besser von ihren Kochbüchern kennt) und Felicia Mayer-Jendro. Des weiteren schreibt Schauspielerin und Model Ariane Sommer; Koch, Kochbuchschreiber und Restaurantbetreiber Björn Moschinski; der stärkste Deutsche Patrik Baboumian; der Winzer Klaus Wolf; Raphael Fellmer, der Gründer von Foodsharing; Tierretter Stephan Bröckling; Peta-Mitglied Edmund Haferbeck; Jogalehrerin Antje Schäfer; Bloggerin Claudia Renner; Attila Hildmann; der Sozialwissenschaftler Bernd-Udo Rinas; der Gründer der Veganz-Supermarktkette Jan Bredack; Ana und Snadra Umann, die das vegane High-Fashion-Label „Umasan“ gegründet haben; Stephan Becker der Naturkosmetikfirma benecos; Anne Bonnie Schindler und Sara Rodenhizer, die in Berlin einen veganen Sexshop betreiben; Marco und Tina Maas des veganen Tattoostudios „Farbenwelt“; die Gastronomin Sandra Forster.

 

=Inhalt=

Im Vorwort erklärt Marlene Halser die Idee des Buches. Zwanzig Vertreter der „veganen Szene“ wollte sie interviewen, um die Vielfalt darin darzustellen und zu zeigen wie homogen und differnziert diese Szene ist. Es beginnt damit, dass Surdham Göb beschreibt wie er Veganer wurde, sich dem Hinduismus annährte und wie er zum veganen Koch wurde. Mir so Aussagen wie „Wichtig ist, dass man bei der Umstellung nicht zu einem Discounter-Veganer wird, denn dann ernährt man sich nicht gesund.“ Wieso mein Gemüse von Netto nicht gesund sein soll, wird allerdings nicht erklärt. Ich schätze er meint, dass man als Veganer all seine Lebensmittel in Bioqualität kaufen soll? Da stimme ich erstens nicht zu, zweitens gibt es auch Bioprodukte im Discounter…

Das Kapitel des Arztes Dr. med. Ernst Walter Henrich finde ich zwar eigentlich gut, aber nur mit Abstrichen. Er erklärt warum Veganismus gesund ist, allerdings sagt er öfter „Studien haben gezeigt…“ und ich frage mich natürlich um welche Studien es genau gehen soll. Namentlich nennt er nur die China Study, was ich ein wenig schwach finde.

Ariana Sommers Kapitel darüber, wie Veganismus der Haut und dem Aussehen hilft ist zwar etwas oberflächlich und auch spekulativ/anekdotisch, dafür spricht sie an, was viele andere Menschen interessiert. Das „vegan-as-possible“ sein, also manchmal nicht vegan. Ich stehe da ja zwigespalten dazu. Ich bin total dafür, dass auch unvegane Menschen oft vegan ist, aber die Verwässerung des Begriffs erscheint mir eher kontraproduktiv.

Der Text des nicht-vegetarischen Winzers Klaus Wolfs, der auch veganen Wein verkauft, fand ich überflüßig und auch ein wenig selbstbeweiräuchernd. Einer der schlechtesten Texte war allerdings der von Edmund Haferbeck, der Tierrechtsorganisation PETA. Er verteidigt die teilweise schrecklichen Kampagnen von Peta (ob nun sexistisch, Holocaust-relativierend oder einfach nur dumm-beleidigend) damit, dass man nur mit Radikalität etwas bewegen könne, außerdem „Es ist nun mal so, Sex sells“. Ein extrem frustrierender Artikel, der mich nochmal daran erinnert hat, warum ich PETA wirklich nicht mehr unterstützen möchte.

Die restlichen Artikel schwanken zwischen informativ und Werbe-artig hin und her. Wieso eine vegane Modelkette interviewt wird, verstehe ich, aber wieso ein nicht-veganes Naturkosmetiklabel zu Wort kommt, nicht. Es wird doch wohl bessere Vertreter der „veganen Szene“ geben als nicht-vegane Firmen?

Interessant fand ich das Gespräch mit Nicole Just und Felicia Meyer-Jendro, darüber wie sie vegan wurden und wie es dazu kam, dass sie ihren veganen Supper Club in Berlin eröffneten. Auch Patrik Baboumians Text war spannend zu lesen. Er beschreibt wie er Veganismus mit Extremkraftsport kombiniert, wie seine Konkurrenten reagieren und beispielsweise wie er es schafft pflanzlich 300 Gramm Protein am Tag zu essen.

Ebenso finde ich Raphael Fellmers Text darüber wie und wieso er vegan und ohne Geld lebt interessant. Sein Projekt Foodsharing, in dem er Essen was sonst weggeworfen wird, versucht weiterzuvermitteln, ist sehr unterstützenswert.

Den Text des undercovere Tierretters Stefan Bröckling fand ich spannend, auch wenn ich nicht unbedingt zustimme, dass das die einzig richtige Art ist, etwas für Tierrechte zu tun. Positiv fällt noch der Text von Anne Bonnie Schindler und Sara Rodenhizer auf, die in Berlin einen veganen queerfeministischen Sexshop betreiben und erzählen, wie es dazu kam.

Beim letzten Text des Buches weiß ich nicht genau, was ich davon halte. Die Müncher Gastronomin Sandra Forster erzählt, wieso sie, als Veganerin, den veganen Hype nervig findet. Was genau die Aussage des Textes sein soll, fand ich auf Grund der wirren Struktur ein bisschen schwer herauszufinden. Aber es scheint, dass sie sich eigentlich nicht gegen den Veganismus als Solchen wendet, sondern gegen den Gesundheitswahn der damit einhergeht. Sie sagt, sie möchte eben auch ungesund leben dürfen als Veganerin, möchte rauchen, trinken, usw. Außerdem sei der gesellschaftliche Druck alles „richtig“ zu machen im Vegantrend nervig. Ich bin mir, wie gesagt, nicht wirklich sicher was ich vom Text halte, aber zumindest wird hier wirklich eine kontroverse Haltung vertreten. Wenn diese noch besser ausformuliert wäre, wäre das ein Pluspunkt gewesen.

 

=Meinung=

Eigentlich finde ich es einen interessanten Ansatz, die Vielfalt innerhalb der veganen Szene zu zeigen und aufzuzeigen, dass es verschiedene Gründe gibt, vegan zu leben. Die Umsetzung überzeugt mich allerdings nicht wirklich. Ich verstehe zunächst ein mal nicht für wen das Buch ist. Für VeganerInnen? Für Interessierte Nicht-Veganer? Da es keine richtige Einführung in die Thematik an sich gibt, kann es ja nicht für gänzliche

Vielleicht irritiert mich das Buch auch, weil ich mich wirklich von keinem der zwanzig Beiträge repräsentiert fühle. Natürlich können einem nicht alle Beiträge gefallen, dafür sind sie ja zu unterschiedlich. Aber zumindest einer der Beiträge könnte doch philosophischer-rationaler Natur sein.

Zumindest ein Beiträg könnte doch erwähnen, dass es völlig ok ist, „Discounter-Veganer“ zu sein, wie es in diesem Buch genannt wird. So wie das Buch ist, erscheint es nämlich eher etwas für die Besserverdiener unter uns sein, ein „Trend“ den ich neben dem Gesundheitswahn im Veganismus als wirklich bedenklich ansehe. Sich aus ethischer Sicht vegan zu ernähren, kann trotzdem heißen sich Bohnen und Reis von Aldi zu kaufen. Wenn man das als Buch von vornherein ausschließt, finde ich das weder fair den Menschen gegenüber, die sich für eine vegane Ernährung interessieren und nicht viel Geld haben, als auch den Tieren, die doch ein Interesse daran haben, dass der Veganismus möglichst offen für viele verschiedene Menschen ist.

Nur Raphael Fellmer, der ja schließlich ohne Geld lebt, zeigt, dass man nicht viel Geld haben muss um vegan zu leben. Allerdings denke ich, dass dies widerrum des andere „Extrem“ des Buches ist und die meisten Menschen leider noch nicht ganz für foodsharing bereit sind.

Ich kann mir vorstellen, dass dies ein interessantes Buch hätte werden können, wenn man etwa die Hälfte der Autoren durch andere ausgetauscht hätte, denn es muss doch noch bessere Vertreter der „veganen Szene“ geben. Ich denke zum Beispiel an kompetete Autoren wie Andreas Grabolle (Autor von „Kein Fleisch macht glücklich“) und Hilal Sezgin („Artgerecht ist nur die Freiheit“). Außerdem hätte eine bessere Struktur dem Buch gut getan. So wirkt das ganze zu wirr und zu unorganisiert.

 

=Fazit=

Wäre ich nicht schon Veganerin, würde mich dieses Buch wohl nicht inspirieren es zu werden. Die Idee verschiedene Figuren der „Szene“ zu Wort kommen zu lassen finde ich gut, und auch einige der Artikel sind interessant. Aber viele der Artikel sind extrem frustrierend und pseudowissenschaftlich (bei Rohkost würden alle Enzyme und Vitamine erhalten bleiben, lese ich da beispielsweise bei Claudia Renners Text). Außerdem bleibt mir die Zielgruppe des Buches schleierhaft. Ich gehöre auf jeden Fall schon mal nicht dazu. Vielleicht geht das ja „neueren“ Veganern anders.

Titel: Go Vegan! – Warum wir ohne tierische Produkte glücklicher und besser leben
Autorin: Marlene Halser (Hrsg.)
ISBN: 978-3-86883-306-5
Verlag: Riva
Preis: 16,99
Jahr: 2013
Seiten: 204

Das Buch wurde in Deutschland gedruckt und vollständig vegan produziert.

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Ben Goldacre: Battling Bad Science

Ich bin gerade so fertig von Uni, Hausarbeiten, Zahnarztbesuchen (bald kommt der 4. in einem Monat, Karies ich liebe dich), Kranksein, Essen machen, Rezepte schreiben (ja, der Hauptgrund warum  ich keine Rezepte mehr poste ist weil ich auch ein Kochbuch schreibe, aus irgendeinem Grund. Im Endeffekt vielleicht nur für mich. Man wird sehen), Termine mit einem Trainer beim Sportstudio bekommen, endlich mein Ölgemälde für meinen Freund fertig zu malen, zu lesen, endlich diesen Roman den ich seit 12 Jahren schreiben will zu schreiben und von den Lebensmittel und Kleidermotten die mein Leben gerade noch schwerer machen. Ich musste schon so viele Kleider wegwerfen. Die machen es einem nicht leicht tierfreundlich UND ökologisch zu sein. Ich hoffe der Lavendel hilft irgendwann und irgendwie… Und politisch aktiv will man auch noch sein. Und ein Privatleben haben. Aber dann wird man krank und erinnert sich, dass man noch 2 Wochen für zwei Hausarbeiten hat und weiß dass das nicht geht, und eine Klausur auch noch kommt und ach ja, der 3-Tage-Extra Uni kurs für den man noch hunderte von Texten lesen soll und vorbereiten. Aber Animal Cognition, was für ein spannendes Thema!

Neben all diesem Kram will ich dauernd bloggen. Immer fallen mir neue Sachen ein die ich schreiben will und muss, und das macht mich auch müde. (Ich blogge auch noch andersweitig über Konzerte in Berlin, das nimmt natürlich auch Zeit weg..).

Eigentlich wollte ich endlich mal über das Buch “Kein Fleisch macht glücklich: Mit gutem Gefühl essen und genießen” schreiben (Kurzinfo: gutes Buch. Lesen.) und natürlich über die paar Tage die ich in Leipzig mit meiner Mutter war. Da hab ich so viel veganen Süßkram gegessen, der so gut war. Brownies und Cupcakes zum reinlegen…

Aber nein, wie das so ist. Wenn man so kurz zwischen Tür und Angel Zeit hat was zu schreiben, kommt natürlich was anderes dabei raus. Und das ist ein Post der nur “ganz schnell und kurz” auf Ben Goldacre aufmerksam machen will mit einer dringenden Schauempfehlung für das Video unten.

 

 

Ich bin ein ganz großer Fan von Ben Goldacre, ursprünglich ein Arzt der dann Wissenschaftsautor und Epidemiologist wurde. Er hat mir so sehr geholfen dabei viele Dinge in der Ernährung und auch in Veganerkreisen kritisch zu hinterfragen. Damit macht man sich zwar nicht beliebt, aber im Endeffekt muss es trotzdem sein. Sein erstes Buch ist so toll, ich werde es bald noch einmal lesen und dann hoffentlich auch vorstellen können um daran auch ein wenig zu zeigen warum ich oft so negativ reagiere wenn von bestimmten Leuten bestimmte Aussagen zu Rohkost oder alternativen Medizintheorien kommen  – und das soll man nicht falsch verstehen, das Problem der alternativen Medizin ist nicht das sie alternativ ist, viele tolle neue medizinische Ideen kommen von Dingen die erst lange für unsinnig gehalten werden. Aber wenn es ganz ganz viele Studien gibt, die zeigen, dass etwas nicht wirkt. Oder es gibt garkeine Studien und Beweise für etwas, dann sollte man da eben auch kritisch bleiben. Auf Deutsch sieht sein erstes Buch “Bad Science” leider selbst ziemlich unwissenschaftlich aus. Dabei ist es top recherchiert und dabei doch ganz schnell und leicht zu lesen.

 

 

denn die wahre Bedrohung durch die Quacksalber liegt nicht etwa darin, dass ihre Kunden sterben könnten – was schlimmstenfalls auch passieren kann, aber ich möchte nicht ständig darauf rumreiten -, sondern dass sie das Verständnis der Öffentlichkeit von wissenschaftlicher Beweisführung systematisch aushöhlen.”

Gerade kommt sein neues Buch “Bad Pharma” raus indem er sich mit den Problematiken der Pharmaindustrie beschäftigt. Das finde ich sowieso schon extrem interessant, aber besonders freut mich, dass er wirklich jede Seite kritisch hinfragt. Das heißt von der Alternativmedizin kann er nicht als einer der bösen Pharmaleute dargestellt werden, die nur nicht wollen, dass funktionierte Alternativmedizinen ans Licht kommen. Und die Pharmaindustrie kann ihn natürlich auch nicht als Quaksalber abstempeln. Ich freue mich sehr wenn das Buch in der Buchhandlung liegt und ich es mir abholen kann. Auf dem Bild oben übrigens Goldacre mit seinem neuen Buch.

Hier ist ein Tolles Video von ihm wie er ihn 15 Minuten einen groben Überblick über seine Arbeit gibt. Und er ist, wie gesagt, ganz ganz toll. Leider muss er in diesem Vortrag recht schnell reden weil er nur so wenig Zeit hat, aber es lohnt sich wirklich sich das ganze mal anzusehen. Ursympathisch ist er auch noch.

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“Neue Nazis” – Rechtsradikalismus und Tierrechte?

In einem anderen Blog wurde ich letztens darauf aufmerksam, dass es eine Tendenz von Rechtsradikalen geben solle, sich die Themen (Bio)Landbau, Gentechnik und Tierrechte anzueignen. Ganz überrascht hat es mich nicht, schließlich geht Rechtsradikalismus eigentlich immermit Populismus einher, um die “Mitte der Gesellschaft” anzusprechen und mit einem Wachsenden Bewusstsein für die Probleme der Nahrungsmittelindustrie, lassen sich eben viele Menschen mit diesen Themen erreichen.

Etwas interessantes  hierzu  las ich im neuen Buch von Toralf Staud und Johannes Radke: “Neue Nazis – Jenseits der NPD: Populisten, Autonome Nationalisten und der Terror von Rechts”.

Knapp bietet das 272-Seitige Buch zunächst eine Einführung in den deutschen Rechtsradikalismus post-2. Weltkrieg mit besonderem Augenmerk auf die DDR. Gerade diese geschichtliche Übersicht fand ich sehr interessant. Dann geht es darum dem Klischee des Neonazis auf dem Grund zu gehen und zu zeigen, dass eine rechte Gesinning heutzutage nicht mehr so leicht an Kleidung und Auftreten festzumachen ist. An Hand von Springerstiefel und Glatze lassen sich nur noch wenige Neonazis erkennen. Das Buch erzählt von der Szene der Autonomen Nationalisten, die vor Allem in Dortmund und in Berlin ansässig sind. Die Kleidung ist gemischt aber oft sehr stark von der Szene der Linken abgeschaut. Wenn ihr in Berlin wohnt zB sind euch vielleicht schon die Sticker aufgefallen die zunächst nach Antifa Stickern aussehen, bis man merkt dass es sich eigentlich um Anti-Antifa Sticker handelt… Die Autonomen Nationalisten haben sich aber auch anderes von der linken Szene abgeschaut: Es gibt gemeinsame WGs, viele politische Aktionen und eine recht gute Organisation.

Staud und Radke zeigen die Gefahr auf die von Rechts ausgeht und durch die Harmlosung der Mitte der Gesellschaft, durch Polizei und Parteien wie der CDU noch verstärkt wird. Das rechtradikale sich teilweise so kleiden, dass sie wie linke Autonome aussehen, hilft dem ganzen Unsinn a la Christiane Schröder auch nicht, die ja immer noch behauptet Linksradikalismus wären viel schlimmer als Rechtsradikalismus. Und als Linksradikal wird dann auch jeder bezeichnet der sich offen gegen Neonazis bekennt. Ein interessantes Interview mit einem Aussteiger der Autonomen Rechten ist als Anhang im Buch zu finden.

Das moderne Phänomen der rechtsradikalen Autonomen wird im Buch im Kontext der anderen rechten Strömungen gesehen. Es wird erklärt wie sich beispielsweise NPD und Autonome und Glatzen-Neonazis gegenüber stehen, denn das ist nicht immer freundlich. Gerade deshalb weil es bei Autonomen Kleidung und Essen gibt, dass dem feindlichen schwarzen Amerika entstammt und auch ein Döner wird nicht verschmäht. Ebensso feinden sich teilweise Sarrazinartige Pro Deutschland Bewegungen an, die sich vor Israelkritik hüten, und Antisemitische Sektoren die teilweise dem Islam außerhalb Deutschlands nicht nur negativ gegenüberstehen, schließlich wird der Islam als Israelfeind begrüßt.

Was hat das jetzt mit Tierrechten zu tun?

“In ihren konkreten Forderungen unterscheiden sich Autonome Nationalisten kaum von anderen Rechtsextremisten: Ein “sofortiger Einwanderungsstopp” und “Arbeitsplätze zuerst für Deutsche” werden häufig von ihnen gefordert, ebenso bei Revisionisten beliebte “objektive Aufklärung über die Geschichte des Dritten Reiches”. Allerdings sind die AN besonders flott, wenn es um das Anknüpfen an traditionell linke Themen geht, um Globalisierung, Castor-Transporte oder Ökologie. So gehen beispielsweise Autonome Nationalisten unter dem Motto “Umweltschutz ist Heimatschutz” gemeinsam Müll sammeln. Als im Januar 2011 in Berlin-Mitte mehr als 20000 Menschen unter dem Motto “Wir haben es satt – Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumpingexporten” demonstrierten, versuchten sich rund 30 AN-Neonazis einzureihen. Ihr Transparent zeigte, wie sich das Thema Tierschutz antisemitisch aufladen lässt. “Wir haben es satt – Dem Schächten ein Ende setzen”, stand darauf und zielte auf die unter Juden und Muslimen verbreitete Schlachttechnik. Auch damit stellen sich die An in die Tradition des historischen Nationalsozialismus, 1933 verabschiedeten die Nationalsozialisten das erste “Reichstierschutzgesetz” in Deutschland. Der Block wurde schließlich von anderen Demonstranten als rechtsextrem erkannt und abgedrängt.

In manchen Bundesländern gab es zeitweise rechtsextreme Tiergrueppen, die vorwiegend aus der AN-Szene stammten und darauf setzten, dass Tierschutz gerade bei Jugendlichen ein positives Image genießt. Wie grotesk der Versuch werden kann, Tierschutz mit NS-Idiologie zu verbinden, zweigt das Program der inzwischen aufgelösten “AG Tierrecht”. Sie forderten, im Interesse der genetischen Reinheit, unter anderem ein “Zucht- bzw. Kreuzungsverbot verschiedener Tierarten und -Rassen”. (S. 106)

Hier findet man noch ein wenig Kritisches zur “AG Tierecht” deren eigene Seite aber nicht mehr so wirklich da zu sein scheint. Hier direkt die Seite der nsantispe “Antispeziesisten(sic!) im nationalen Widerstand” wenn jemand verstehen will wie sich Tierrechte in so ein falsches Weltbild einarbeiten lassen.

Zum Buch: Eine ganz klare Empfehlung für auch nur jeden der sich minimal fürs Thema interessiert und für die anderen sowieso.

Zum Thema Tierschutz & Nationalismus fällt mir vor Allem ein wie wichtiges ist zu schauen was dahinter steckt wenn jemand vom Tierschutz reden. Ob von Rechts, von Sekten oder ähnlichem. Nur weil jemand eine Sache richtig sagt, heißt dass noch lange nicht, dass es unterstützenswert ist. Eine kritische Sichtweise ist da oft angebracht.

 

PS: Falls ihr beim bösen Amazon bestellt, was ich nicht natürlich nicht empfehle, werden euch die vielen recht wirren 1-Sterne Kommentare sicher auffallen. Es scheint sich also aus der rechten Szene gewehrt zu werden.

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Michael Pollan: In Defense Of Food (Lebens-Mittel: Eine Verteidigung gegen die industrielle Nahrung und den Diätenwahn)

Ich habe von Pollan bis jetzt nur einige Aufsätze und Teile gelesen. Und fand sie eher fragwürdig.

Immer wieder komme ich wieder auf dieses Buch. Irgendwann lese ich es vielleicht mal, aber seit ich den tollen Blog SayWhatMichaelPollan lese habe ich kein wirklich starkes Interesse mehr. Außer um selbst zu sehen, wie überzeugend ich das Buch “auf den ersten Blick” fänd, trotz Halbwahrheiten und Übertreibungen.

Gerade in Ökokreisen wird so oft auf der Buch hingewiesen und daraus zitiert, und das sollte man mal in Frage stellen. So lange ich selbst das Buch nicht lese und keine eigene Kritik schreiben kann, möchte ich allen diesen Post empfehlen:  In Defense Of Food – My Review

For all that Pollan gets wrong, there is a grain of truth to his message. Though Pollan errs in faulting nutritional science for giving us a license to eat every high-carb, low-fat food that processors might concoct, it is true that it would be a bad idea to assume that a low-fat food is a healthy food. Pollan is probably even right that some people reached that conclusion based on their interpretations of the official dietary advice. However, the lesson to take away from this is not that we should ignore nutritional science but that when we oversimplify our decision-making processes, we leave ourselves particularly vulnerable to cheap marketing ploys. With that in mind, the solution he offers is regrettable. Rather than embracing critical thinking and careful attention to detail, Pollan gives us a few simple rules backed up by the same sort of lazy thinking that he claims to have seen in nutritional science.

 

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Everyday Happy Herbivore

Ich bin kein großer Fan von Lindsay Nixons „Happy Herbivore“ Blog, aus Gründen die ich gerne ein anderes Mal näher beleuchten möchte. Ich habe allerdings schon oft aus ihren Kochbüchern gekocht, und ich möchte mich hier nur auf das Kochbuch, Everyday Happy Herbivore“ beschränken.

 

„Everyday Happy Herbivore“ ist das zweite Kochbuch von Vollzeit-Blogger Lindsay Nixon. Die Prämisse des Kochbuchs von 2011 ist eigentlich die selbe wie die ihr ersten Kochbuches „Happy Herbivore“ aus dem selben Jahr: schnelles, einfaches, sehr fettarmes Essen. Das Cover kündigt groß „On the table in 30 minutes or less!“ an, aber das gilt nur für die Rezepte die entsprechend gekennzeichnet sind. Das war in ihrem ersten Kochbuch genauso, nur dass da die Kennzeichnung nicht die Zahl 30 war, sondern ein Wecker.

Ich habe mal nachgezählt und komme auf bei EHH auf 143 Rezepte mit der „(30)“ Kennzeichnung, gegenüber 30 Rezepten die länger dauern sollen. Hingegen kommen bei HH 118 gekennzeichnete Rezepte auf 87 ohne. Man könnte also sagen, EHH beinhalte mehr schnelle und deshalb „everyday“ Rezepte. Ich würde das aber trotzdem nicht unterschreiben, da in EHH auch alle Saucen und Gewürzmischungen als „Mahlzeit unter 30 Minuten“ gekennzeichnet sind, während es bei HH Rezepte teilweise nicht sind, die ganz klar schneller gehen – ich wüsste nicht wie man über eine halbe Stunde brauchen müsste um Marmelade zu pürieren, beispielsweise.

 

Nun gut, um den oberen Abschnitt zusammenzufassen: Die Kochbücher unterscheiden sich in ihrer Herangehensweise nicht, und auch die Aufmachung sind fast gleich.

 

Nun zum wichtigsten Teil eines Kochbuches: Die Rezepte.

Alles in EHH ist fettarm und ohne Öl. Neben der Kennzeichnung für schnelle Rezepte, gibt es „Fat Free“ für Rezepte mit unter 1 Gramm Fett pro Portion, Ohne Gluten & Ohne Soja für Allergiker. „One Pot Meal“ für Mahlzeiten für die man nur einen Topf oder Backform braucht, „Make Ahead“ für Rezepte die man Tage im Voraus zubereiten kann, „Budget“ für besonders günstige Rezepte und „Single Serving“ für Rezepte für eine Person. Letzteres finde ich nicht sehr sinnvoll, da sowieso neben jedem Rezept steht für wie viele Personen es ist, und das von 1 bis 6 wechselt.

 

Die erste Sektion ist Smoothies, Yoghurts, & Granola* gewidmet. Die Smoothies darin sind ziemliche Standards, aber das muss ja nichts schlechtes sein: Cinnamon Bun Smoothie (S. 13) & Oatmeal Cookie Smoothie (S. 16) sind beispielsweise sehr lecker. Anders sieht das schon aus beim P. Chocolate Smoothie. Natürlich war ich skeptisch Erbsen mit Kakao, Banane und Sojamilch zu mischen… und ich hatte recht. Es schmeckt so wie es klingt, also richtig eklig. Ich schmeiße sonst nie meine Smoothies weg, auch wenn sie nicht lecker sind, aber das bekam ich einfach nicht runter.

 

Ob wirklich noch irgendjemand ein Rezept für Overnight Oats braucht, wenn doch schließlich die ganze Blogosphere voll davon ist, sei dahin gestellt. Dann ist da noch ein Rezept für einen „gesunden Müsliriegel“, das man aber auch 100 mal in der Art oder Ähnlich findet wenn man nur ein mal „vegan granola bar“ googelt.

 

Dann kommt Hot Breakfasts & Brunch: Mexican Scramble (also einfach normales Tofurührei mit Chili, Tomaten und meinem Feind Koriander), Basic Tofu Scramble (also eigentlich das selbe Gericht, nur ohne Chili, Tomaten und meinen Feind Koriander – das exakt gleiche Rezept ist bereits in HH enthalten), Charloston Grits (Grütze mit Cajungewürz), Spinat & Artichoke Frittata (lecker, aber eigentlich genau dasselbe Rezept wie ihre anderen Frittatas).

Besonders vielsagend finde ich es das Rezept für Whole Wheat Drop Biscuits: es ist genau dasselbe wie in HH nur, dass statt einer Banane als Eiersatz Apfelmus benutzt wird. Nixon erklärt ihre Fans hätten sie gebeten, diese Biscuits doch noch einmal ohne Bananengeschmack zu machen. Okay, aber muss man dafür eine ganze Rezeptseite benutzen? Wenn man doch vorher im Buch selbst angibt wie man verschieden Eier ersetzen kann.

Es gibt noch zwei Varianten Pancakes: Dark Chocolate Pancakes (einfach Kakao dazu) und Carrot Cake Pancake (einfach eine Karotte dazu). Und noch mal normale Pfannkuchen, die man dann mit Spinat isst (Spinach-Scallion Pancakes).

Lecker klang der Fruit Crisp. Normalerweise sind die sehr fettig und sehr zuckrig, also klang die Alternative gut. Es schmeckte leider schrecklich und musste in den Müll wandern.

 

Muffins, Biscuits, & Breads* :

 

Chocolate Spice Muffins – Garam Massala in normale fettarme Kakaomuffins geben.

 

French Toast Muffins – Was dieser Muffin mit French Toast zu tun haben soll verstehe ich nicht… Mehl, Backpulver, Zucker, Zimt, Sojamilch, Vanilleextrakt, Apfelmus, Kicherbsenmehl…?

 

Morning Glory Muffins – Mit Babykarotten und Datteln.

 

Single Blueberry Muffins – Genau das was es sagt. Standard Rezept, nur eben nur für einen Muffin.

 

Cinnamon Raisin Buscuits – Wieder die üblichen Zutaten-verdächtigten.

 

Lemon Jam Biscuits – Ein verwirrender Name. Denn Zitrone ist drin, aber Marmelade nicht.

 

Basic Glaze – Zwei Seiten die sich der Kunst des Puderzucker-mit-Sojamilch-Mischens widmen.

 

Harvest Cornbread – Klingt lecker, aber konnte ich bis jetzt noch nicht versuchen, da es hier nirgends pürierten Kürbis gibt.

 

Bayou Cornbread – Klingt ebenfalls lecker und auch einfacher an alle Zutaten zu kommen, da außer Mehl und Maismehl nicht wirklich viel drin ist.

 

Jalapeño Cornbread – Dasselbe wie die anderen beiden, nur mit Jalapeños.

 

Beer Bread – Bier, Mehl, Zucker, Backpulver, Salz. Ist nicht mein Geschmack.

 

Blueberry Breakfast Cake – Wie die Blaubeermuffins, nur in Kuchenform.

 

 

Sandwichs, Burgers, & More*:

Neben den nun bereits Klassikern wie Eiersalat ohne Eier (immer dieser eklige Sellerie…), vier Bohnenburgern und Tacos mit Salat gibt es Käsesauce auf Toast.

 

Soups, Stews, & Dal: Neben den 7 Suppenklassikern in denen das Öl rausgenommen wurde, gibt es ein paar „traditionelle“ internationale Eintöpfe, die vereinfacht wurden.

 

Salads & Dressings: Die Salate sind alle sehr einfach gehalten. Die Dressings ebenso. Italienisches Dressings besteht also aus Apfelessig, Senf, Italienischen Gewürzen, Zwiebelpulver, Knoblauchpulver und Agavennektar, und Balsamico-Djion Vinaigrette aus Senf, Essig und Wasser. Ich denke, dass es super ist, für Leute die noch nie Salatsauce gemacht haben, aber sonst kann man auch einfach bei Klassikern das Öl weglassen.

 

Veggie Dishes: Stir-Fries & Curries:

Auch hier Rezepte sind alle sehr ähnlich. Ein Gemüse, dann Knoblauch- und Zwiebelpulver, Senf, Essig, Sojasauce und manchmal noch etwas Ingwer. Das heißt nicht, dass nicht manche der Rezepte sehr lecker wären. Wenn man sich nicht traut sein Gemüse selbst zu mischen, so kann das sicher eine Bereicherung sein.

 

Casseroles & Rice Dishes:

Hier ist mein Kochbuch ein wenig dreckig, weil ich es schon mehrmals benutzt habe.

Die Greens Quiche ist so einfach und lecker, und außerdem im Gegensatz zu vielen Rezepten im Buch hat es viel Protein. Auch sehr lecker ist Djon Rice with Broccoli, mit den üblichen Verdächtigen: Senf, Sojasauce und scharfer Sauce.

 

 

Beans & Faux Meat:

Viele Sachen hier klingen lecker, aber ich habe noch nichts davon ausprobiert. Irritierend ist natürlich, dass Isa Chandra Moskowitz (aka die bekannteste Vegane Köchin überhaupt) darauf Aufmerksam gemacht hat, dass das Rezept für Chickpea Tenders direkt aus Isas Kochbuch übernommen wurde. http://theppk.com/forum/viewtopic.php?f=32&t=16846&start=50 Das ist mir auch bei vielen anderen Rezepten aufgefallen, dass ich sie aus älteren Kochbüchern kenne. Lindsay Nixon sagt allerdings, sie besitze gar keine anderen Kochbücher außer ihrer eigenen.

 

Pasta & Noodels:

Ich liebe Nudeln, aber leider ist hier wenig spannendes zu entdecken. Ein Beispiel eines typischen EHH Rezeptes ist Creamy Djion Pasta: Spaghetti mit Erbsen und einer Sauce aus Seidentofu, Essig, Pfeffer und Senf. Der Tempeh Chili Mac ist dem Tempeh Helper aus Isas Kochbuch Appetite for Reduction sehr ähnlich und ebenso lecker.

Lemon Basil Pasta besteht aus Spaghetti die mit Cherrytomaten, Kapern, 1 Zitrone und Basilikum gemischt werden. Die Rezepte sind also, wie gesagt, sehr sehr einfach.

Beim Rezept für Quick Pesto fühle ich mich ein wenig veräppelt: Ich verstehe dass es schwer ist Pesto fettarm zu machen, aber veganen Joghurt mit Basilikum und Knoblauch Pesto zu nennen bedarf doch schon einer sehr freien Interpretation des Wortes.

 

Simple Sides:

Jeweils ein oder zwei Gemüsesorten mit ein paar Gewürzen. Hervorsticht dabei das Rezept für Roasted Carrots. Man nehme eine Packung Babykarotten, Salt und Pfeffer und Zwiebelpulver und schiebt es in den Ofen. Wow.

Empfehlenswert hingegen ist Spicy Orange Greens (S. 228), einfach weil die Mischung aus Gemüse und Orangenmarmelade toll ist.

Harvest Home Fries ist eine Variation der Home Fries aus HH, also statt 2 Kartoffeln, 1 Apfel und Rosemarin, gibt es diesmal 2 Kartoffeln, 1 Apfel und Zimt.

Tofu Fries sind gestifteter Tofu mit Gewürzen aus dem Backofen.

 

Desserts:

Hier sieht alles sehr lecker aus. Auch hier gilt alles ist schnell und sehr einfach und ohne Fett. Kann das schmecken? Es kann, wie man im ersten Buch HH sehen kann. In EHH finde ich die Desserts leider eher uninspiriert. Chickpea Puffs habe ich schon in verschiedenen Kochbüchern gesehen, wieso dann gesagt wird ihre Assistenten hätte sie erfunden? Warum „Natala’s Chocolate Cherry Shake“ bei den Desserts und nicht bei den Smoothies ist, weiß ich auch nicht. Schließlich folgt es genau dem selben Formel wie die anderen Smoothies.

Ein Highlight fürs Kopfschütteln ist das Rezept für „Fried Bananas“. Zutaten? 2 Bananen. Die man dann in der Pfanne anbrät.

 

Condiments & Spice Blends:

Neben ihrem Rezept für Mayo (Tofu, Senf, Essig, Zitrone, Agavennektar), gibt es davon noch seitenweise Varianten: mit Chipotlepulver, mit Cajun Gewürzen, mit Garam Masala… Mit Ketchup und Senf gemischt wird es plötzlich Remoulade und mit Salz und Knoblauch wird es zu Sour Cream. Honey Mustard besteht wiederum aus Senf und Agavennektar.

Die Gewürzmischungen sind gut, allerdings sind teilweise dieselben auch in HH zu finden.

 

Do-It-Yourself

Hier wird erklärt wie man Apfelmus schnell selbst herstellen kann (1 Apfel + Gewürze pürieren) und Brot Krümmel macht (Brot krümeln und austrocknen lassen). Interessanter sind da die Rezepte für selbstgemachte Gemüsebrühe, „Hühner“brühe und „Rinder“brühe oder Worcestersoße Sauce.

 

 

Pro:

  • Attraktive Farbfotos, zu fast jedem Rezept, ein schönes „Schmöker“-kochbuch
  • Schöne Aufmachung
  • Sehr gut für Leute die noch nicht kochen können
  • Einfach für Menschen die wenig Fett essen wollen oder müssen
  • Viele Rezepte sind lecker
  • Nährwertangaben zu jedem Rezept
  • Schnelle Zubereitung
  • Kennzeichnung für Allergiker
  • Für Neuveganer & den Alltag
  • Günstige Zutaten
  • Praktische Einkaufsliste für Sachen die man „immer da“ haben sollte 

 

Kontra:

  • Dem ersten Kochbuch Happy Herbivore sehr ähnlich
  • Kein Essen mit dem man Besuch und/oder Omnivore bekochen sollte
  • Angaben nur in Oz & Cups, keine Umrechentabelle
  • Tendenziell sehr viele sich ähnelnde Rezepte
  • Obwohl die meisten Zutaten schnell und aus dem Supermarkt sind, gibt es einige die in Deutschland schwerer erhältlich sind (Flüssiger Rauch, Pürierter Kürbis, Backsoda, etc.)
  • Ein Hit-or-Miss Kochbuch: Ein paar Sachen sind toll, manche ungenießbar.
  • Ein paar Rezepte die so einfach sind, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass sie jemand braucht. Auch niemand der nicht gut kochen kann.
  • Viele Rezepte die man bereits kennt, wenn man 1-2 vegane Kochbücher hat, oder vegane Food Blogs liest. 

 

 

3/5

 

Fazit: Wenn man auf der Suche nach einem Kochbuch für einfaches, günstiges, fettarmes und kalorienarmes Essen ist, dann kann ich EHH empfehlen, würde aber das erste Buch HH vorziehen. Wenn man das bereits hat, und super findet, dann wird man wahrscheinlich auch Gefallen an EHH haben. Wenn man noch keins dieser Bücher hat, bereits kochen kann, ein fettarmes veganes Kochbuch sucht und auf die vielen Bilder verzichten kann, dem würde ich zu „Appetite for Reduction“ von Isa Chandra Moskowitz raten.

 

Dieses Jahr kommt bereits Happy Herbivores drittes Kochbuch raus. Ich bin immer noch neugierig, allerdings weiß ich nicht ob ich es kaufen werde. Wenn ich es tue, dann wahrscheinlich vor Allem weil ich Kochbücher mit vielen Fotos liebe, und es mich traurig macht, dauernd nur Kochbücher mit 2-3 Seiten Fotos zu sehen. Wenn ich mir all die positiven Amazonreviews ansehe, scheine ich mit meiner kritischen Haltung aber eher alleine zu sehen. Dort gibt es nur Lob.

 

*die Kombination aus einem „&“ nach einem Komma ist nicht meine Idee, sondern in EHH so gedruckt.

 

 

 

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